{"id":624,"date":"2017-11-14T14:26:44","date_gmt":"2017-11-14T13:26:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/staackib\/?page_id=624"},"modified":"2017-11-14T18:10:11","modified_gmt":"2017-11-14T17:10:11","slug":"bundeswehr-im-21-jahrhundert-abgeschlossene-forschungsprojekte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/staackib\/bundeswehr-im-21-jahrhundert-abgeschlossene-forschungsprojekte","title":{"rendered":"Bundeswehr im 21. Jahrhundert &#8211; abgeschlossene Forschungsprojekte"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>ZUSAMMENFASSUNG<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Entwicklungsprozess der Bundeswehr zu Beginn des 21. Jahrhunderts (<abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr>\u00a0Henrik Heidenkamp)<\/strong><\/p>\n<p>Wandel im Spannungsfeld globaler, nationaler und b\u00fcndnispolitischer Bestimmungsfaktoren<\/p>\n<p>Zu Beginn des 21. Jahrhunderts durchl\u00e4uft die Bundeswehr einen tiefgreifenden, fortlaufenden Entwicklungsprozess, der sich in einem komplexen und vielschichtigen Bezugsrahmen vollzieht, dessen Elemente auf alle Ebenen des Prozesses einwirken.\u00a0Diese Bestimmungsfaktoren unterliegen einem kontinuierlichen Ver\u00e4nderungsprozess, sodass der Entwicklungsprozess der Bundeswehr keinen linearen Verlauf nimmt. Stattdessen passt er sich an die Auspr\u00e4gung der Bestimmungsfaktoren an, die sich in drei Kategorien einteilen lassen: (1) globale, (2) nationale und (3) b\u00fcndnispolitische Bestimmungsfaktoren.\u00a0Die Studie geht der Frage nach, wie die globalen, nationalen und b\u00fcndnispolitischen Bestimmungsfaktoren auf den Entwicklungsprozess der Bundeswehr \u2013 die Bedeutung und Rolle der Bundeswehr als Instrument der deutschen Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik, die konzeptionellen Grundlagen, die operativen Prinzipien, die Organisationsstruktur sowie die Material- und Ausr\u00fcstungslage der Bundeswehr \u2013 einwirken.\u00a0Die Studie verfolgt einen qualitativ-empirischen Forschungsansatz. Entsprechend der Kontextabh\u00e4ngigkeit des Wandels von Streitkr\u00e4ften wie der Bundeswehr, stehen der Bezugsrahmen des Entwicklungsprozesses, seine Bestandteile und deren Wirkung auf den Entwicklungsprozess im Fokus der mehrstufigen, induktiven Analyse.<\/p>\n<p>Die zentralen Ergebnisse der Studie lassen sich folgenderma\u00dfen zusammenfassen:<\/p>\n<ol>\n<li>Das Spannungsfeld der globalen, nationalen und b\u00fcndnispolitischen Bestimmungsfaktoren schr\u00e4nkt die notwendige Anpassung an die Herausforderungen, Risiken und Gefahren im Internationalen System zu Beginn des 21. Jahrhunderts erheblich ein und erschwert deutlich einen Ausgleich der kurz-, mittel- und langfristigen Anforderungen des strategischen Umfelds.<\/li>\n<li>Durch die nationalen Vorbehalte (Kultur der milit\u00e4rischen Zur\u00fcckhaltung, negativer Handlungsdruck der \u00f6ffentlichen Meinung, Strategiedefizite der politischen Entscheidungstr\u00e4ger, Unterfinanzierung und ineffiziente Verwendung der Verteidigungsausgaben) wird die Neuausrichtung und Modernisierung der Bundeswehr signifikant beeintr\u00e4chtigt, sodass die Relevanz der Bundeswehr sowohl als Instrument der deutschen Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik als auch als B\u00fcndnisarmee f\u00fcr die Alliierten und Partner der Bundesrepublik Deutschland zunehmend schwindet.<\/li>\n<li>Die multilaterale Ebene wirkt zwar als Ausweichoption f\u00fcr den Entwicklungsprozess der Bundeswehr, sie stellt sich jedoch aufgrund verschiedener Widerspr\u00fc\u00adche zwischen den nationalen und b\u00fcndnispolitischen Bestimmungsfaktoren so\u00adwie zahlreicher b\u00fcndnispolitischer Konfliktpotenziale auch als Stressfaktor f\u00fcr die Bundeswehr dar, der das Spannungsverh\u00e4ltnis zus\u00e4tzlich ver\u00adst\u00e4rkt.<\/li>\n<li>Die Aufl\u00f6sung des Spannungsfelds der globalen, nationalen und b\u00fcndnispolitischen Bestimmungsfaktoren ist von herausgehobener Bedeutung f\u00fcr die Effizienz und Nachhaltigkeit der deutschen Sicherheitspolitik insgesamt.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die wesentliche Voraussetzung hierf\u00fcr liegt weniger in institutionellen Neuerungen sondern prim\u00e4r in der ernsthaften Wahrnehmung der politischen Verantwortung f\u00fcr die Bundeswehr durch die Entscheidungstr\u00e4ger in der deutschen Bundesregierung und im Deutschen Bundestag. Angesichts der ausgepr\u00e4gten Best\u00e4ndigkeit der aufgezeigten Wesensmerkmale der deutschen Sicherheitspolitik ist es jedoch fraglich, ob ein solch tiefgreifender Wandel durch die sicherheitspolitischen Entscheidungstr\u00e4ger kurz- oder mittelfristig eingeleitet und langfristig gestaltet werden wird.\u00a0Die Bundeswehr kann daher auf absehbare Zeit im Rahmen ihres Entwicklungsprozesses nicht hinreichend die Ma\u00dfnahmen umsetzen, die zur Wahrnehmung ihres politisch vorgegebenen Auftrages erforderlich und die von ihr als \u201eB\u00fcndnisarmee im Einsatz\u201c zu Beginn des 21. Jahrhunderts zu leisten sind. Die zuk\u00fcnftige Position und der Einfluss Deutschlands in Europa, in der EU und der NATO sowie im Interaktionsprozess der Staatenwelt werden davon abh\u00e4ngen, wie die deutsche Sicherheitspolitik diesem Missstand begegnet. Der Entwicklungsprozess der Bundeswehr wird hierbei, auf positive oder negative Weise, von entscheidender Bedeutung sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erschienen im Peter Lang Verlag:\u00a0Frankfurt am Main, Berlin, Bern,\u00a0Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2010. 364 S., zahlr. Tab. und\u00a0Graf., Sicherheit in der multipolaren Welt\u00a0<abbr title=\"Band\">Bd.<\/abbr>\u00a01, Herausgegeben von Michael Staack,\u00a0<abbr title=\"International Standard Book Number\">ISBN<\/abbr>\u00a0978-3-631-60107-5 geb.<\/p>\n<p>Aus dem Inhalt:\u00a0Der \u00dcbergang zu einer multipolaren Weltordnung &#8211; Die Kontinuit\u00e4t und Ver\u00e4nderung des globalen Kriegsgeschehens &#8211; Der Wandel der Operationsparameter in der Aufstandsbek\u00e4mpfung &#8211; Die normativen Grundlagen der deutschen Sicherheitspolitik &#8211; Die Strategief\u00e4higkeit der politischen Entscheidungstr\u00e4ger &#8211; Die deutschen Verteidigungsausgaben &#8211; Die Erweiterung des Einsatzspektrums von EU und NATO &#8211; Die F\u00e4higkeitsentwicklung in EU und NATO &#8211; Das Verh\u00e4ltnis von EU und NATO.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>ABSTRACT<\/strong><\/p>\n<p><strong>The development process of the Bundeswehr at the beginning of the 21st\u00a0century (<abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr>\u00a0Henrik Heidenkamp)<\/strong><\/p>\n<p>Change within the contradictory contexts of global, national and allegiance politics<\/p>\n<p>At the beginning of the 21st\u00a0century the Bundeswehr (German Federal Armed Forces) is undergoing a profound and on-going development process which takes place within a complex, multilayer framework whose elements affect all levels of this process.\u00a0Since these determinants are subject to continuous change, the development process does not follow a linear path. Rather, it constantly adapts to the determining factors which can be subdivided into three categories: (1) global, (2) national, and (3) alliance determinants.\u00a0This study seeks to find out how the global, national, and alliance determinants affect the development process of the Bundeswehr \u2013 its relevance and role as an instrument of German foreign and security policy, its conceptual foundations, its operational principles and organizational structure as well as its state of equipment and armament.\u00a0This study applies a qualitative-empirical research approach. To put the change of armies like the Bundeswehr into context, this multilevel inductive analysis focuses on the framework of the development process, its elements and their impact on the development process itself.<\/p>\n<p>The main findings of the study can be summarized as follows:<\/p>\n<ol>\n<li>The competing interests of global, national and alliance policies seriously constrain the necessary adaption to the challenges, risks, and dangers of the international system at the beginning of the 21st\u00a0century. Thus, it makes finding a balance between short-, medium-, and long-term requirements of the strategic environment much more difficult.<\/li>\n<li>National constrains (a culture of military restraint, negative pressure of public opinion, strategic deficits of political opinion-makers, the under financing and inefficient use of the defense budget) significantly affect the realignment and modernization of the Bundeswehr. This is why the relevance of the Bundeswehr as an instrument of German foreign and security policy as well as its importance as a coalition army for German allies and partners continues to decrease.<\/li>\n<li>Although the multilateral level is an evasive option for the development process of the Bundeswehr, it also puts additional pressure on the German army because it reinforces the tensions due to various conflicts between the national and alliance interests as well as because of several potential conflicts contained in alliance policies.<\/li>\n<li>Dissolving the tension between global, national and alliance-policy-related factors is crucial for the efficiency and sustainability of German security policy as a whole.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Even more important than the reform of the institutional structure is the serious exercise of political accountability for the Bundeswehr transformation by decision-makers in the German government and parliament. However, in light of the distinct and consistent nature of these characteristics of German security policy, it is questionable whether such a profound change will be initiated and carried out in the short- or medium-term by security policy decision makers.\u00a0This is why the Bundeswehr will not be able to sufficiently carry out the measures necessary for carrying out its political mandate and which are required from a \u201ccoalition army in action\u201d in the 21st\u00a0century while undergoing the development process described above. Germany\u2019s future role and influence in Europe, the EU and NATO as well as the interaction process of nation-states will depend on how German security policy deals with this impediment. For better or worse, the development process of the Bundeswehr will be of vital importance.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Published by Peter Lang:\u00a0Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Vienna, 2010. 264 pages, numerous charts and indexes, Sicherheit in der multipolaren Welt\u00a0<abbr title=\"Band\">Bd.<\/abbr>\u00a01, published by Michael Staack,\u00a0<abbr title=\"International Standard Book Number\">ISBN<\/abbr>\u00a0978-3-631-60107-5 geb.<\/p>\n<p>From the content:\u00a0Transition to a multipolar world order \u2013 change and consistency in global warfare \u2013 change of operational conduct in counter insurgency \u2013 normative fundamentals of German security policy \u2013 strategy making capability of political decision-makers \u2013 German defense expenditures \u2013 extended operation spectrum of EU and NATO \u2013 capability development of EU and NATO \u2013 relationship between EU and NATO<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; ZUSAMMENFASSUNG Der Entwicklungsprozess der Bundeswehr zu Beginn des 21. 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