{"id":551,"date":"2017-11-14T12:33:56","date_gmt":"2017-11-14T11:33:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/staackib\/?page_id=551"},"modified":"2020-07-21T11:44:15","modified_gmt":"2020-07-21T09:44:15","slug":"zusammenfassung-europaeische-sicherheitspolitik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/staackib\/zusammenfassung-europaeische-sicherheitspolitik","title":{"rendered":"Zusammenfassung &#8211; Europ\u00e4ische Sicherheit und R\u00fcstungskontrolle"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Von der Ukraine \u00fcber die T\u00fcrkei, den Nahen Osten bis nach Nordafrika und in die Sahel-Zone existiert ein Krisenbogen der Instabilit\u00e4t und der Konflikte um Europa. Seit dem Amtsantritt der Trump-Administration hat zudem die Berechenbarkeit und Verl\u00e4sslichkeit des wichtigsten transatlantischen Partners deutlich abgenommen und durch den Brexit verliert EU-Europa eines der au\u00dfenpolitisch, sicherheitspolitisch und diplomatisch ressourcenreichsten Mitgliedsl\u00e4nder. Die Union und ihre Mitgliedsstaaten stehen aber weiterhin in der Pflicht \u2013 notfalls auch alleine \u2013 alles f\u00fcr die Sicherheit ihrer eigenen B\u00fcrger und die friedliche Konfliktaustragung in Europa zu tun. Dar\u00fcber hinaus wird von der EU die F\u00e4higkeit erwartet, sich ihrer unmittelbaren Nachbarschaft, wenn notwendig, auch sicherheitspolitisch und milit\u00e4risch engagieren zu k\u00f6nnen. Nur so kann die EU ihren selbstgestellten Auftrag erf\u00fcllen, einen Beitrag zu leisten und Bedingungen zu schaffen, die helfen, eine gerechte Entwicklung und Frieden f\u00fcr m\u00f6glichst viele Menschen zu erm\u00f6glichen. Die Bereitschaft hierf\u00fcr im Rahmen der EU in Stabilit\u00e4t, Pr\u00e4vention und Sicherheit zu investieren und zusammenzuarbeiten, schien durch die oben skizzierten Entwicklungen und verst\u00e4rkt durch den Amtsantritt der Pr\u00e4sidentschaft Macron bei allen Akteuren (Mitgliedsstaaten, Kommission, Rat, Parlament) deutlich gewachsen zu sein und zeitigte ab 2017 erste Ergebnisse. Ob und inwiefern diese Entwicklung durch die Corona-Pandemie gebremst oder behindert wird und welche Auswirkungen Corona und seine Folgen auf den Zustand und den Zusammenhalt der EU insgesamt haben wird, l\u00e4sst sich gegenw\u00e4rtig noch nicht absehen.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund besch\u00e4ftigen wir uns an der Professur mit mehreren Teilprojekten im Rahmen dieses Gesamtkomplexes.<\/p>\n<ul>\n<li>Das Teilprojekt zum Konflikt in der Ukraine und dem Verh\u00e4ltnis mit Russland, welches im Jahr 2015 mit einer gro\u00dfen Konferenz startete, wurde j\u00fcngst durch die Publikation \u201eDer Ukraine-Konflikt, Russland und die europ\u00e4ische Sicherheitsordnung\u201c abgeschlossen.<\/li>\n<li>Die Einbindung Russlands in eine gesamteurop\u00e4ische Sicherheitsarchitektur und die Entwicklung von neuen Vertrauens- und Sicherheitsbildenden Ma\u00dfnahmen im Ostseeraum steht gegenw\u00e4rtig im Zentrum einer zun\u00e4chst gemeinsam mit russischen und deutschen Partner entwickelten Idee. An deren praktischer Umsetzung sollen nun alle Ostseeanrainer in einem gemischten Track II-Diplomatie- und Forschungsformat eingebunden werden. Die Frage bleibt, ob und wie kooperative Sicherheit mit Russland m\u00f6glich ist.<\/li>\n<li>Im Rahmen einer weiteren internationalen Kooperation mit der Landesverteidigungsakademie Wien und der ETH Z\u00fcrich beteiligt sich die Professur gegenw\u00e4rtig an Analyse, Diskussion, Vergleich und Ableitung der neuesten sicherheits- und verteidigungspolitischen Strategiedokumente <abbr title=\"beziehungsweise\">bzw.<\/abbr> Konzeptionen \u00d6sterreichs, der Schweiz und Deutschlands. Die Ergebnisse sollen im Herbst in Wien vorgestellt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In einer Zeit, in der eine neue Gro\u00dfm\u00e4chtekonkurrenz ausgerufen wurde und die Au\u00dfenpolitiken der USA, Chinas und Russlands zunehmend konfrontativer, unilateraler und von Machtprojektionen und R\u00fcstungsdynamiken gepr\u00e4gt werden, stellt sich umso dringlicher die Frage nach dem Weg Europas\/der Europ\u00e4ischen Union. Zu einer umfassend handlungsf\u00e4higen EU geh\u00f6rt auch eine Au\u00dfenpolitik, die \u00fcber einen umfassenden Instrumentenkasten und den politischen Willen verf\u00fcgt, diesen gemeinsam einzusetzen. Wo steht die EU heute? Wie souver\u00e4n und handlungsf\u00e4hig ist sie in ihrer Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik, inklusive der Verteidigung? Was ben\u00f6tigt sie f\u00fcr eine selbstst\u00e4ndige Au\u00dfenpolitik und welche Schritte f\u00fchren zum Ziel? Mit diesen Fragen befasst sich eine gut besetzte und besuchte Konferenz an der Landesverteidigungsakademie in Wien im September 2019. \u201eEurop\u00e4ische Sicherheit: Die EU auf dem Weg zu strategischer Autonomie und Europ\u00e4ischer Verteidigungsunion?\u201c, so der Titel der Tagung, deren Ergebnisse zum Teil in die gleichnamige WIFIS-Aktuell-Publikation einflossen, die im Sommer 2020 ver\u00f6ffentlicht wird.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus befasst sich die Professur \u00fcber Stellungnahmen (Kommission \u201eZukunft der Bundeswehr und Europ\u00e4ische Sicherheit\u201c), Mitarbeit in Gremien und Beir\u00e4ten sowie grunds\u00e4tzlich in Ihrer Lehre und Forschung (Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU\/R\u00fcstungskontrolle als ) auf unterschiedliche Weise mit diesem Themenkomplex.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Von der Ukraine \u00fcber die T\u00fcrkei, den Nahen Osten bis nach Nordafrika und in die Sahel-Zone existiert ein Krisenbogen der Instabilit\u00e4t und der Konflikte um Europa. 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