{"id":538,"date":"2017-11-14T12:26:59","date_gmt":"2017-11-14T11:26:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/staackib\/?page_id=538"},"modified":"2017-11-14T18:01:12","modified_gmt":"2017-11-14T17:01:12","slug":"zusammenfassung-rueckkehr-des-handelsstaates","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/staackib\/zusammenfassung-rueckkehr-des-handelsstaates","title":{"rendered":"Zusammenfassung &#8211; R\u00fcckkehr des Handelsstaates"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Rahmen dieses Projekts soll eine Monographie \u201eDie R\u00fcckkehr des Handelsstaates. Deutsche Au\u00dfenpolitik in der multipolaren Welt\u201c entstehen. Das Projekt kn\u00fcpft an die empirische Beobachtung an, dass bei wichtigen au\u00dfenpolitischen Entscheidungen (<abbr title=\"zum Beispiel\">z.B.<\/abbr>\u00a0Europapolitik in der Euro-Krise, strategische Partnerschaften mit China und Russland, Liberalisierung der R\u00fcstungsexportpolitik als Folge der \u201eMerkel-Doktrin\u201c) wirtschaftliche Interessen ausschlaggebend gewesen sind. Dieser Befund kontrastiert mit der in der deutschen Politikwissenschaft vielfach vertretenen analytischen Einordnung der Bundesrepublik als einer normorientierten Zivilmacht, korrespondiert aber mit zahlreichen kritischen R\u00fcckfragen an die Grundorientierung deutscher Au\u00dfenpolitik sowohl in der internationalen Community als auch in der deutschen Publizistik.<\/p>\n<p>Festzuhalten ist, dass die theoriegeleitete (auch internationale) Debatte \u00fcber das au\u00dfenpolitische Rollenverst\u00e4ndnis der Bundesrepublik und die Reichweite m\u00f6glicher Ver\u00e4nderungen vor allem in den 1990er Jahren (als Folge der Vereinigung) stattfand; eine kurzlebige Kontroverse sich noch einmal am \u201eNein\u201c der rot-gr\u00fcnen Koalition zum Irak-Krieg entz\u00fcndete. Auch politisch gef\u00f6rdert, setzte sich vor allem unter dieser Regierung die Selbstbezeichnung Deutschlands als Zivilmacht durch. Seitdem ist die wissenschaftliche Kontroverse \u00fcber das Thema erlahmt, sind aber auch generell Forschungsarbeiten zur Au\u00dfenpolitik Deutschlands zur\u00fcckgegangen. Unstrittig ist, dass die Wirklichkeit deutscher Au\u00dfenpolitik mit Gro\u00dfmachtkonzepten nicht erkl\u00e4rt werden kann. Dagegen steht eine Antwort auf die Frage, ob sich Deutschland vorrangig aus normativer Verpflichtung f\u00fcr die Zivilisierung der internationalen Beziehungen einsetzt (Zivilmacht) oder ob ein verrechtlichtes, verregeltes, befriedetes und multilateralisiertes \u2013 also insgesamt \u201ezivilisiertes\u201c \u2013 Umfeld nicht vielmehr dem prim\u00e4ren Zweck\u00a0 dient, das Ziel der Wohlstandsmehrung\u00a0<abbr title=\"beziehungsweise\">bzw.<\/abbr>\u00a0Wohlfahrtsoptimierung zu verfolgen (Handelsstaat), bisher noch aus.<\/p>\n<p>An dieser Stelle setzt das Projekt \u201eDie R\u00fcckkehr des Handelsstaates. Deutsche Au\u00dfenpolitik in einer multipolaren Welt\u201c an. Mit diesem Forschungsvorhaben soll die Frage nach der Grundorientierung deutscher Au\u00dfenpolitik in einer sich dynamisch und grundlegend ver\u00e4ndernden internationalen Umwelt anhand verschiedener Fallstudien neu und aktuell beantwortet werden. Theoretisch nimmt die Arbeit das von Richard Rosecrance entwickelte und von Michael Staack erstmals auf Deutschland angewendete Konzept des Handelsstaates (\u201eHandelsstaat Deutschland\u201c 2000) wieder auf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Im Rahmen dieses Projekts soll eine Monographie \u201eDie R\u00fcckkehr des Handelsstaates. Deutsche Au\u00dfenpolitik in der multipolaren Welt\u201c entstehen. 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