{"id":485,"date":"2017-11-13T17:31:08","date_gmt":"2017-11-13T16:31:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/staackib\/?page_id=485"},"modified":"2023-03-23T09:16:26","modified_gmt":"2023-03-23T08:16:26","slug":"forschungs-und-promotionsvorhaben-schutzverantwortung-r2p","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/staackib\/forschungs-und-promotionsvorhaben-schutzverantwortung-r2p","title":{"rendered":"Forschungs- und Promotionsvorhaben &#8211; Schutzverantwortung (R2P)"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Promotionsvorhaben von Dan Krause, M.A.\/M.P.S<\/strong><\/h3>\n<p>Vorl\u00e4ufiger Titel: <em>S\u00fcdliche&nbsp;Demokratien&nbsp;und&nbsp;R2P:&nbsp;Analyse&nbsp;der&nbsp;Positionen&nbsp;Indiens&nbsp;und&nbsp;S\u00fcdafrikas&nbsp;zur&nbsp;Schutzverantwortung<\/em><br \/>\nBetreuer:&nbsp;Professor <abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Michael Staack<\/p>\n<p>Zusammenfassung<\/p>\n<p>Die Schutzverantwortung\/<em>Responsibility to Protect<\/em> (R2P) kann als vordergr\u00fcndig akzeptiertes politisches Konzept betrachtet werden, welches auf dem Weltgipfel der Vereinten Nationen im Jahr 2005 in Form der Artikel 138 und 139 Eingang in das Abschlussdokument gefunden hat. Trotz dieses Kompromisses bleibt die Schutzverantwortung ein politisch stark umstrittenes Konzept. Im Kern geht es dem Konzept um die Vers\u00f6hnung scheinbar gegens\u00e4tzlicher Grunds\u00e4tze (Souver\u00e4nit\u00e4t und Nichteinmischung sowie Gewaltverbot vs. (gewaltsamer) Intervention zum Schutz von Menschenrechten in die inneren Angelegenheiten) in der internationalen Politik.<\/p>\n<p>Die Debatte um die R2P kann als Teil einer grunds\u00e4tzlichen Debatte um sich ver\u00e4ndernde Normen und Spielregeln in einer weniger westlichen und sich ver\u00e4ndernden multipolaren Welt mit gravierenden Kr\u00e4fteverschiebungen gesehen werden. Eine Weiterentwicklung der globalen Ordnung und mit ihr verbundener <abbr title=\"beziehungsweise\">bzw.<\/abbr> ihr zugrunde liegender Normen und Regeln wird zunehmend der Mitgestaltung der aufstrebenden M\u00e4chte bed\u00fcrfen, unter denen Positionen von s\u00fcdlichen Demokratien, wie Indien und S\u00fcdafrika, nicht nur aus europ\u00e4ischer Sicht von gr\u00f6\u00dftem Interesse sind. Obwohl sie als pluralistische Demokratien mit einer freien Presse, funktionierenden demokratischen Institutionen und einer weitgehend liberalen Wirtschaftsordnung \u00fcber viele gleiche Attribute wie die klassischen westlichen Demokratien verf\u00fcgen und hinsichtlich demokratischer Prinzipien und grundlegender Menschenrechte \u00e4hnliche Auffassungen hegen, vertreten sie zugleich in einigen Fragen globaler Ordnung und internationaler Politik substantiell andere Positionen. Diese Aussage trifft auch auf das sich entwickelnde politische Konzept der Responsibility to Protect (R2P\/Schutzverantwortung) zu.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich geht es dieser Arbeit darum, mit einer Au\u00dfenpolitikanalyse die entscheidenden Bestimmungsfaktoren f\u00fcr die Herausbildung, Entwicklung und schlie\u00dflich Formulierung der jeweiligen nationalen Positionen zum Konzept der Schutzverantwortung und deren Begr\u00fcndung herauszuarbeiten. Dabei soll versucht werden, diese sowohl zu benennen, als auch in ihrem Einfluss und ihrer Wirkung zu verstehen, um zu einem tieferen und \u00fcber das Politikfeld Schutzverantwortung hinausreichendem Verst\u00e4ndnis der au\u00dfenpolitischen \u201estrategischen Kulturen\u201c und Rahmenbedingungen dieser L\u00e4nder zu gelangen. Auf diese Weise sollen konkrete Entscheidungen und eigene Beitr\u00e4ge Indiens und S\u00fcdafrikas zur R2P und damit zusammenh\u00e4ngender Frage- und Problemstellungen nationaler und internationaler Politik besser verstanden und schl\u00fcssiger erkl\u00e4rt werden k\u00f6nnen. Dazu sollen die Schutzverantwortung und ihre normativen und ideellen Grundlagen sowie Kernideen in den jeweiligen nationalen und transnationalen politischen Kontext mit seinen spezifischen Akteuren und Strukturen eingebettet und in dieser Gestalt und vor diesem Hintergrund analysiert werden.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus kann eine derartige Untersuchung der Haltung wichtiger und zuk\u00fcnftig noch bedeutenderer L\u00e4nder zu entscheidenden Fragen der internationalen Ordnung und wichtigen Prinzipien derselben, wie sie in Bezug auf die R2P zum Tragen kommen und diskutiert werden (wie <abbr title=\"zum Beispiel\">z.B.<\/abbr> Souver\u00e4nit\u00e4t, Gewaltverbot, Gleichberechtigung der Staaten, Multilateralismus, Interventionsverbot, Menschenrechte, Gewaltlegitimierungsmonopol der Vereinten Nationen <abbr title=\"et cetera\">etc.<\/abbr>) interessante Erkenntnisse diesbez\u00fcglich zu Tage f\u00f6rdern. Damit besitzt die Analyse der Positionen der Staaten zu diesen Normen und Prinzipien eine \u00fcber die R2P hinausgehende Relevanz.<\/p>\n<p>Forschungsinteressen:<\/p>\n<p>\u2022 Responsibility to Protect<br \/>\n\u2022 S\u00fcdliche Demokratien\/IBSA<br \/>\n\u2022 Deutsche und Europ\u00e4ische Sicherheits- und Verteidigungspolitik<br \/>\n\u2022 Internationale Sicherheitspolitik<br \/>\n\u2022 Bundeswehr\/Streitkr\u00e4fte<\/p>\n<p>Kontakt:<\/p>\n<p>Dan Krause, M.A.\/M.P.S.<br \/>\nWissenschaftlicher Mitarbeiter<br \/>\nProfessur f\u00fcr Theorie und Empirie der Internationalen Beziehungen<br \/>\nHelmut-Schmidt-Universit\u00e4t\/Universit\u00e4t der Bundeswehr<br \/>\nHolstenhofweg 85, 22043 Hamburg<br \/>\nGeb\u00e4ude H1, Raum 2381<br \/>\nTel.: 040\/6541-2388<br \/>\nE-Mail: kraused@hsu-hh.de<\/p>\n<hr>\n<h3><strong>Promotionsvorhaben von Daniel Peters, M.A.<\/strong>&nbsp;(abgeschlossen)<\/h3>\n<p>Vorl\u00e4ufiger Titel: <em>Der Pr\u00e4ventionsgedanke der Responsibility to Protect zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis, normativem Anspruch und politischer Realit\u00e4t&nbsp;&nbsp;<\/em><br \/>\nBetreuer: Professor <abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Michael Staack<\/p>\n<p>Zusammenfassung:<\/p>\n<p>Bereits seit der urspr\u00fcnglichen Ausformulierung der Responsibility to Protect (R2P) &nbsp;in dem gleichnamigen Bericht der International Commission on Intervention and State Sovereignty im Jahr 2001 und entgegen der weit verbreiteten Reduzierung auf die M\u00f6glichkeit zur Legitimierung milit\u00e4rischer Zwangsma\u00dfnahmen bildet der Gedanke der Pr\u00e4vention den Mittelpunkt des Konzepts der Schutzverantwortung, Die zentrale Bedeutung vorbeugender Ma\u00dfnahmen zur Verhinderung schwerster Menschenrechtsverbrechen wurde ebenso in dem World Summit Outcome Document von 2005 \u2013 in dem die Staats- und Regierungschefs einstimmig das Prinzip einer Schutzverantwortung annahmen \u2013 und in dem Report \u201eImplementing the Responsibility to Protect\u201c (2009) des UN-Generalsekret\u00e4rs Ban betont.<\/p>\n<p>Zwischen der kontinuierlichen Deklaration der Notwendigkeit zu pr\u00e4ventivem Handeln und dem Aufbau konkreter Instrumente und Strukturen, etwa von effektiven Fr\u00fchwarnmechanismen, klafft jedoch eine gewaltige L\u00fccke. Im Diskurs um die Operationalisierung der Pr\u00e4ventionsidee innerhalb der R2P dominieren Umsetzungspfade die prim\u00e4r auf die Beseitigung der internen Konfliktursachen (Demokratie- und Rechtsstaatlichkeitsdefizite) abzielen. Externe Faktoren, die eine Verfestigung tieferliegenden Konfliktursachen beg\u00fcnstigen (u. a. das Welthandelssystem) oder auch eine direkte Ursache von Massenverbrechen sein k\u00f6nnen (<abbr title=\"zum Beispiel\">z.B.<\/abbr>&nbsp;die Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me aus Ruanda in den Kongo, die als direkte Ursache f\u00fcr den ersten und zweiten Kongokrieg gelten) wird ein geringerer Stellenwert einger\u00e4umt.<\/p>\n<p>Ziel des Dissertationsprojekts ist es, die unterschiedlichen Verantwortungsebenen der prim\u00e4ren staatlichen Verantwortung und der diese erg\u00e4nzenden internationalen Hilfsverantwortung unter anderem anhand von friedensethischen Pr\u00e4missen zu analysieren und zu operationalisieren. Was genau bedeutet Pr\u00e4vention im Gesamtzusammenhang des Konzepts? Welche politischen Ordnungsvorstellungen stehen hinter verschiedenen Pr\u00e4ventionsans\u00e4tzen? St\u00e4rkt die Vorbeugung das Recht auf Leben oder gef\u00e4hrdet sie dieses durch die Erweiterung externer Interventionsm\u00f6glichkeiten? Und verlangt die R2P nicht vielmehr nach einem Ethos der Solidarit\u00e4t und Selbstlosigkeit, der Einschnitte in den Lebensstandard der OECD-Welt unausweichlich macht?<\/p>\n<p>Forschungsinteressen:<\/p>\n<p>\u2022 Konfliktpr\u00e4vention<br \/>\n\u2022 Responsibility to Protect<br \/>\n\u2022 Friedensethik<br \/>\n\u2022 Peacekeeping<br \/>\n\u2022 Lateinamerika<\/p>\n<p>Kontakt:<\/p>\n<p><abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> des. <abbr title=\"rerum\">rer.<\/abbr> <abbr title=\"politicarum\">pol.<\/abbr> Daniel Peters<br \/>\nHauptamtlich Lehrender<br \/>\nStudienbereich Staats- und Gesellschaftswissenschaften<br \/>\nam Fachbereich Bundespolizei<br \/>\nHochschule des Bundes f\u00fcr \u00d6ffentliche Verwaltung L\u00fcbeck<br \/>\nRatzeburger Landstra\u00dfe 4<br \/>\n23562 L\u00fcbeck<br \/>\nTelefon: 0451 49055-7260<br \/>\nFax: 0451 49055-7099<br \/>\nE-Mail: daniel.peters@polizei.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Promotionsvorhaben von Dan Krause, M.A.\/M.P.S Vorl\u00e4ufiger Titel: S\u00fcdliche&nbsp;Demokratien&nbsp;und&nbsp;R2P:&nbsp;Analyse&nbsp;der&nbsp;Positionen&nbsp;Indiens&nbsp;und&nbsp;S\u00fcdafrikas&nbsp;zur&nbsp;Schutzverantwortung Betreuer:&nbsp;Professor Dr. Michael Staack Zusammenfassung Die Schutzverantwortung\/Responsibility to Protect (R2P) kann als vordergr\u00fcndig akzeptiertes politisches Konzept betrachtet werden, welches auf dem Weltgipfel [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":89,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-485","page","type-page","status-publish","hentry","category-forschung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/staackib\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/485","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/staackib\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/staackib\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/staackib\/wp-json\/wp\/v2\/users\/89"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/staackib\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=485"}],"version-history":[{"count":25,"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/staackib\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/485\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3278,"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/staackib\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/485\/revisions\/3278"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/staackib\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=485"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/staackib\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=485"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/staackib\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=485"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}