{"id":622,"date":"2021-12-16T10:38:42","date_gmt":"2021-12-16T09:38:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/soziologie\/?page_id=622"},"modified":"2021-12-16T10:38:43","modified_gmt":"2021-12-16T09:38:43","slug":"zuse","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/soziologie\/zuse","title":{"rendered":"Zusammenhalt durch Sicherheit? Diskurse, Interaktionen und Praktiken des europ\u00e4ischen Zusammenhaltes im Feld Sicherheit (ZUSE)"},"content":{"rendered":"\n<p>Nach einer Phase beschleunigter Integration, die in einigen Regionen und Gesellschaftsteilen von Begeisterung f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union (EU) begleitet wurde, sind aktuelle Debatten \u00fcber Europa von Krisendiskursen gepr\u00e4gt. In diesen Zeiten multipler Krisen vom Brexit \u00fcber den Klimawandel bis zur Corona-Pandemie betonen europ\u00e4ische Institutionen und Staaten vermehrt die Rolle der EU als Sicherheitsgarantin in unsicheren Zeiten, um damit den Zusammenhalt in und zwischen europ\u00e4ischen Gesellschaften zu bef\u00f6rdern. ZUSE untersucht die politische Ausgestaltung, die administrative Umsetzung sowie die gesellschaftlichen Auswirkungen von Sicherheit als m\u00f6glichem neuen Leitnarrativ europ\u00e4ischer Integration.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>DIFFERENZIERTES VERST\u00c4NDNIS VON SICHERHEIT ALS EUROP\u00c4ISCHES LEITNARRATIV<\/strong><br>Ziel des interdisziplin\u00e4ren Forschungsprojektes ist ein differenzierteres Verst\u00e4ndnis der Betonung von Sicherheit als Leitvorstellung europ\u00e4ischen Zusammenhaltes. ZUSE tr\u00e4gt damit auch bei zur Suche nach diversit\u00e4tsaffineren Konzeptionen von Sicherheit, die etwa Exklusionseffekte und die Bef\u00f6rderung von Angstdiskursen vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>EIN GEMEINSAMES FORSCHUNGSPROJEKT<\/strong><br>ZUSE ist ein gemeinsames Forschungsprojekt des Instituts f\u00fcr Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universit\u00e4t Hamburg (IFSH), der Helmut-Schmidt-Universit\u00e4t \/ Universit\u00e4t der Bundeswehr Hamburg und der Eberhard Karls Universit\u00e4t T\u00fcbingen. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung mit einer Laufzeit von Februar 2021 bis Dezember 2023 gef\u00f6rdert. Das Projekt steht zudem im Austausch mit Praxispartnern aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Dies sind die Vertretung der Europ\u00e4ischen Kommission in Deutschland, die Gemeinsame Vertretung der L\u00e4nder Hamburg und Schleswig-Holstein bei der Europ\u00e4ischen Union, die Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung und die Europa-Union Deutschland e.V.<\/p>\n\n\n\n<p>Das von der Professur <em>Allgemeine Soziologie mit Schwerpunkt Gesellschaftsanalyse und sozialer Wandel<\/em> bearbeitete Teilprojekt zielt darauf, die soziale und gesellschaftliche Dimension des Themas zu erfassen und besch\u00e4ftigt sich mit der Herstellung, Aushandlung und Transformation sicherheitsbezogener Europabilder im Alltag. Im Zentrum steht die Frage, in welchen sozialen Prozessen sich Vorstellungen \u00fcber \u00bb(Un-)Sicherheit\u00ab und Zusammenhalt in Europa formieren und ver\u00e4ndern, und wie sie sich in der Alltagserfahrung artikulieren. Hierzu nimmt das Teilprojekt ein gesellschaftliches und politisches Handlungsfeld in den Blick, das in besonderer Weise durch Konflikte zwischen Idealen europ\u00e4ischer Solidarit\u00e4t und europ\u00e4ischen Zusammenhalts einerseits und europ\u00e4ischen Sicherheitsinteressen andererseits gekennzeichnet ist: der Umgang mit Menschen, die als Gefl\u00fcchtete nach Europa kommen (Fluchtmigration). In diesem Feld werden sicherheitsbezogene Europavorstellungen handlungspraktisch relevant. F\u00fcr das Teilprojekt f\u00fchren wir ethnographische Feldforschung in einem asymmetrischen multisited-Forschungsdesign durch: im Rhein-Ruhr-Maas Raum (DE, NL, BE) sowie auf Lesvos, Lampedusa und den Kanaren (GR, IT, ESP).<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr weitere Informationen siehe: <a href=\"https:\/\/zuse-projekt.de\" rel='nofollow'>https:\/\/zuse-projekt.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer Phase beschleunigter Integration, die in einigen Regionen und Gesellschaftsteilen von Begeisterung f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union (EU) begleitet wurde, sind aktuelle Debatten \u00fcber Europa von Krisendiskursen gepr\u00e4gt. 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