{"id":106,"date":"2018-01-17T14:05:25","date_gmt":"2018-01-17T13:05:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/vorlage\/?page_id=106"},"modified":"2019-01-15T18:05:37","modified_gmt":"2019-01-15T17:05:37","slug":"themenfelder","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/opal\/themenfelder\/","title":{"rendered":"Themenfelder"},"content":{"rendered":"<h3>Wandel von Organisation<\/h3>\n<p>Noch vor einer Generation war der Begriff der Organisation gleichbedeutend mit Statik, Hierarchie und disziplinierter Produktivit\u00e4t. Die neuen Leitbegriffe des Managements lauten dagegen Dynamik, Team und permanente Innovativit\u00e4t. Die \u201egrenzenlose Unternehmung&#8220; fokussiert statt der Aufbauorganisation die Abl\u00e4ufe der Wertsch\u00f6pfungsketten in Allianzen, Clustern oder Netzwerken. Das \u201ePublic Management&#8220; entwirft \u00f6ffentliche Organisationen als serviceorientierte Center statt obrigkeitsstaatliche Beh\u00f6rden.<\/p>\n<p>Im Schwerpunkt \u201eWandel von Organisation&#8220; werden neue Formen der Organisation thematisiert und Bedingungen des Wandels wie technologische Entwicklung, Globalisierung oder Individualisierung identifiziert. Organisationen als wirkm\u00e4chtige Akteure der Moderne sind aber auch selbst Treiber der Entwicklung und beeinflussen nicht nur das \u00f6konomische, sondern auch das politische, soziale und kulturelle System der Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund fokussieren wir u. a.:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Flexibilisierung und Dehierarchisierung<\/li>\n<li>Vernetzung, Kooperation und Koordination<\/li>\n<li>Legitimation und Steuerung<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hsu-hh.de\/opal\/publikationen-wandel-von-organisation\/\">Publikationen der Mitglieder<\/a><\/p>\n<h3>Organisationskulturen<\/h3>\n<p>Organisationskulturen werden als Muster gemeinsamer, bew\u00e4hrter und bindender Orientierungen des Handelns in Organisationen definiert. Sie \u00fcberbr\u00fccken L\u00fccken der Formalisierung, was die erh\u00f6hte Aufmerksamkeit f\u00fcr das Thema Organisationskulturen in der \u00c4ra der \u201eneuen\u201c Dezentralisation und der flexibilisierten Organisation verst\u00e4ndlich macht.<\/p>\n<p>Doch wie gelingt es internationalen und mithin diversen Organisationen Commitment und Koh\u00e4sion zu erhalten? K\u00f6nnen tradierte Bedingungen von Loyalit\u00e4t in Organisationen das notwendige Vertrauen erzeugen, welches flexible Organisationen ben\u00f6tigen? Wie k\u00f6nnen Organisationen eine Balance zwischen Agilit\u00e4t und W\u00fcnschen auf ein entschleunigtes Leben \u00a0ihrer Mitglieder erm\u00f6glichen? Dies sind Beispiele f\u00fcr Fragen im Kontext der Schwerpunkte<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Vertrauen, Loyalit\u00e4t und Bindung<\/li>\n<li>Transparenz, Informatit\u00e4t und F\u00fchrung<\/li>\n<li>Kommunikation und Konflikt<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hsu-hh.de\/opal\/publikationen-organisationskulturen\/\">Publikationen der Mitglieder<\/a><\/p>\n<h3>Digitalisierung und\u00a0Algorithmisierung<\/h3>\n<p>Die wachsende Relevanz sozialer Netzwerke ebenso wie der Glaube an die Unbestechlichkeit von Quantifizierungen bestimmen heutige Gesellschaften. Neue Technologien der \u00dcberwachung f\u00fchren zu einer grundlegenden Ver\u00e4nderung der Arbeitswelt. Soziale Gegens\u00e4tze, die in fr\u00fcheren Zeiten durch stabile Muster der Hierarchie, der Machtverteilung und der Tauschverh\u00e4ltnisse bestimmt waren, verfl\u00fcssigen sich zunehmend. Das Bild des \u201equantifizierenden Selbst\u201c, des sich selbst \u00fcberwachenden Individuums, r\u00fcckt ebenso in den Vordergrund wie die Vorstellung einer \u201eBewertungsgesellschaft\u201c, in der Organisationen mit immer direkteren R\u00fcckkopplungen aufgrund von Bewertungen durch Experten und Laien konfrontiert sind. Auf der anderen Seite erm\u00f6glicht das Amalgam aus Digitalisierung und Quantifizierung eine Substitution von individueller Urteilskraft durch Berechnung: Die M\u00f6glichkeiten algorithmischer Entscheidungsfindung ver\u00e4ndern Entscheidungsprozesse grundlegend \u2013 und damit auch die Rolle der F\u00fchrung in Organisationen.<\/p>\n<p>Im Themenfeld \u201eDigitalisierung und Algorithmisierung\u201c wird der Einfluss von Praktiken der Quantifizierung auf Prozesse des Organisierens und der Arbeit behandelt. Fragestellungen sind u. a.:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Algorithmisches Entscheiden als Technologie des F\u00fchrens, \u00dcberwachens und Regulierens von Organisationen<\/li>\n<li>Neue Bewertungspraktiken und ihre Bedeutung f\u00fcr die Organisation von Arbeit<\/li>\n<li>Entstehung neuer Muster von Verantwortlichkeit durch Digitalisierung und Algorithmisierung<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hsu-hh.de\/opal\/publikationen-digitalisierung-und-algorithmisierung\/\">Publikationen der Mitglieder<\/a><\/p>\n<h3>Gender und Diversity<\/h3>\n<p>Vielf\u00e4ltige Entwicklungen wie Globalisierung, Migration, Flucht, demographischer Wandel, Wertewandel und Emanzipationsbewegungen bewirken eine zunehmende Diversit\u00e4t an Lebensformen und Lebenslagen, die die Gestalt(ung) von Arbeit, Personal, Organisation und F\u00fchrung ganz unmittelbar betreffen und auch Bilder von Arbeit und Arbeitenden ver\u00e4ndern. Die Rede von \u201eNormalarbeitsverh\u00e4ltnissen\u201c und \u201eNormalarbeitnehmer_innen\u201c erscheint immer weniger angemessen und es gilt, Fragen nach Inklusion und Exklusion in der Arbeitswelt, nach Barrieren und erm\u00f6glichenden Strukturen sowie dem Diskriminierungs- und Gleichstellungspotential organisationaler Praktiken immer neu zu stellen. Altbekannte Ungleichheiten wie der \u201eGender Pay Gap\u201c oder die Unterrepr\u00e4sentation von Frauen und auch ethnischen Minderheiten in F\u00fchrungspositionen sind keineswegs \u00fcberwunden. Die durch Konzepte wie \u201eGender Mainstreaming\u201c und \u201eDiversity Management\u201c stark gemachten Ressourcen einer diversen Belegschaft gilt es zu betonen, aber auch hinsichtlich der Wirkungen auf Besch\u00e4ftigte und Organisationen kritisch zu hinterfragen.<\/p>\n<p>Im Themenfeld \u201eGender und Diversity\u201c werden in dieser Hinsicht die Verschr\u00e4nkung von Geschlechterverh\u00e4ltnissen mit anderen Diversity-Dimensionen analysiert und die damit verbundenen Aushandlungen, Machtdynamiken, Politiken, rechtlichen Vorgaben und Normen in den Blick genommen. Zu den Arbeitsfeldern geh\u00f6ren u. a.:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Reproduktion und Ver\u00e4nderung von Geschlechterverh\u00e4ltnissen und anderen sozialen Strukturen in Organisationen<\/li>\n<li>Integration von Gefl\u00fcchteten in den Arbeitsmarkt (national und im internationalen Vergleich)<\/li>\n<li>Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hsu-hh.de\/opal\/publikationen-gender-und-diversity\/\">Publikationen der Mitglieder<\/a><\/p>\n<h3>T\u00e4tiges Leben<\/h3>\n<p>Die gesellschaftliche Organisation des Spektrums menschlicher T\u00e4tigkeiten in den Bereichen von Arbeit, Herstellen und Handeln ist von Transformationen und Br\u00fcchen gekennzeichnet, die auch das Leben und die Alltagswelten von Individuen ver\u00e4ndern. Arbeit \u2013 in der Antike noch verachtet und bevorzugt Sklaven \u00fcberlassen \u2013 ist in den Gegenwartsgesellschaften zur zentralen Sinn konstituierenden T\u00e4tigkeit geworden. In der heutigen \u201eJobholdergesellschaft\u201c wird erwartet, dass sich Individuen entlang von Erwerbsarbeit strukturieren und organisieren. Diese gesellschaftliche Anforderung konstituiert einen Kreislauf von Arbeiten und Konsumieren, ver\u00e4ndert die Formen und Funktionen \u00f6ffentlichen und privaten Handelns und bringt neue Berufe und Professionen wie auch neue Aktivit\u00e4ten im Bereich von Freizeit und Alltag hervor.<\/p>\n<p>Im Themenfeld \u201eT\u00e4tiges Leben\u201c werden die vielf\u00e4ltigen gesellschaftlichen Transformationen von Arbeit im Hinblick auf ihre Bedeutung f\u00fcr Subjekte, korrespondierende Sinn- und Legitimationsmuster sowie lebensweltlichen und sozialen Auswirkungen in den Blick genommen. Dazu geh\u00f6rt u. a.:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Subjektivierung von Arbeit<\/li>\n<li>(Selbst)-Expertisierung<\/li>\n<li>Neue Berufe und Lebenslanges Lernen<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hsu-hh.de\/opal\/publikationen-taetiges-leben\/?preview=true\">Publikationen der Mitglieder<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wandel von Organisation Noch vor einer Generation war der Begriff der Organisation gleichbedeutend mit Statik, Hierarchie und disziplinierter Produktivit\u00e4t. 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