{"id":3018,"date":"2026-03-18T16:48:51","date_gmt":"2026-03-18T15:48:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/nng\/?page_id=3018"},"modified":"2026-03-18T16:48:51","modified_gmt":"2026-03-18T15:48:51","slug":"kampf-erfahren-die-deutung-der-kampferfahrungen-deutscher-soldaten-in-afghanistan-in-bundeswehr-und-gesellschaft","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/nng\/forschung\/kampf-erfahren-die-deutung-der-kampferfahrungen-deutscher-soldaten-in-afghanistan-in-bundeswehr-und-gesellschaft","title":{"rendered":"Kampf erfahren. Die Deutung der Kampferfahrungen deutscher Soldaten in Afghanistan in Bundeswehr und Gesellschaft"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Linus Birrel, M.A. <\/em><a href=\"mailto:LinusBirrel@bundeswehr.org\" rel='nofollow'>LinusBirrel@bundeswehr.org<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Dissertation<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen dieser Studie wird die Auseinandersetzung der deutschen Gesellschaft mit milit\u00e4rischer Gewalt im fr\u00fchen 21. Jahrhundert anhand eines konkreten Falls analysiert. Es handelt sich dabei um jene K\u00e4mpfe, welche deutsche Truppen im Rahmen der Eins\u00e4tze der Bundeswehr in Afghanistan zwischen 2001 und 2021 f\u00fchrten. Die zeitgen\u00f6ssisch von unterschiedlichen Akteuren postulierte Bedeutung dieser Kampfhandlungen f\u00fcr die Streitkr\u00e4fte und die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland bildet den Ausgangspunkt des Erkenntnisinteresses. Dieses l\u00e4sst danach fragen, welchen Diskurs die zahlreichen, interagierenden Bedeutungszuschreibungen entwickelten und inwiefern dieser Bundeswehr und Gesellschaft pr\u00e4gte. Die Untersuchung der Bedeutung konstruierenden Aushandlungsprozesse verspricht zeithistorisch R\u00fcckschl\u00fcsse auf das Verh\u00e4ltnis der deutschen Gesellschaft zu ihrem Milit\u00e4r. Diese Prozesse sollen in Form eines Diskurses sichtbar gemacht und operationalisiert werden. Hierzu werden die Deutungen des K\u00e4mpfens in Afghanistan aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Sph\u00e4ren wie Politik, Medien, Wissenschaft und Bundeswehr miteinander ins Verh\u00e4ltnis gesetzt und auf Parallelit\u00e4ten, Konvergenzen und Wechselwirkungen hin untersucht. Denn ausgehend von den einzelnen Bedeutungszuschreibungen wurde im diskursiven Prozess der Bestimmung von innen und au\u00dfen, von minimaler und maximaler Differenz, Wirklichkeit geschaffen und somit Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Schwerpunkt der Untersuchung bildet folglich nicht das Ereignis, sondern dessen zeitgen\u00f6ssische Deutung. Gleichwohl wird der Diskursanalyse eine strukturelle Untersuchung der Kampfhandlungen in Afghanistan vorgeschaltet, an denen deutsche Soldaten beteiligt waren. Dadurch wird der grundlegende Gegenstand, die Empirie hinter der diskursiven Projektionsfl\u00e4che, etabliert. Hierf\u00fcr gilt es zu fragen, in welcher Form, wie oft und mit welcher Intensit\u00e4t die Bundeswehr in Afghanistan k\u00e4mpfte und wie dies in den Kontext der vorherigen Auslandseins\u00e4tze einzuordnen ist. So soll mit der Arbeit sowohl ein Beitrag zur Neuesten Milit\u00e4rgeschichte als auch zur Zeitgeschichtsforschung geleistet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Linus Birrel, M.A. LinusBirrel@bundeswehr.org Dissertation Im Rahmen dieser Studie wird die Auseinandersetzung der deutschen Gesellschaft mit milit\u00e4rischer Gewalt im fr\u00fchen 21. Jahrhundert anhand eines konkreten Falls analysiert. 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