{"id":1904,"date":"2025-05-18T20:11:58","date_gmt":"2025-05-18T18:11:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/kwb\/?page_id=1904"},"modified":"2025-05-18T20:12:05","modified_gmt":"2025-05-18T18:12:05","slug":"autogene-selbstheilung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/kwb\/autogene-selbstheilung\/","title":{"rendered":"Die autogene Selbstheilung von gerissenem Beton: Mechanismen, Entwurfskriterien und Sicherstellung der Dauerhaftigkeit von Betonbauwerken"},"content":{"rendered":"<p>Kontakt: <a href=\"https:\/\/www.hsu-hh.de\/kwb\/mitarbeiter\/daniel-lahmann\/\">Daniel Lahmann<\/a><\/p>\n<p>Projektstart: 01.08.2021<\/p>\n<p>Projektlaufzeit: bis Ende 2025<\/p>\n<p>Finanzierung:<\/p>\n<p>2021 -2023: Erste interne F\u00f6rderperiode im Projekt \u201eRissbreiten im Stahlbetonbau: Probleme, Analysen und Perspektiven zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit\u201c<\/p>\n<p>Seit 2023: Zweite interne F\u00f6rderperiode im Projekt \u201ePermeable Wellenbrecher zum Schutz von Infrastruktur, baulichen Anlagen und G\u00fctern\u201c<\/p>\n<p>Beton zeichnet sich durch seine hohe Druckfestigkeit, weltweite Verf\u00fcgbarkeit von Rohmaterialien und herausragende Kosteneffizienz aus. Aufgrund seiner geringen Zugfestigkeit ist jedoch die Rissbildung im Mikro bis Makrobereich durch belastungs- und belastungsunabh\u00e4ngige Verformung, verursacht <abbr title=\"zum Beispiel\">z.B.<\/abbr> durch Schwinden, unvermeidlich. Risse fungieren dabei als ideale Transportwege f\u00fcr Beton und den Stahl sch\u00e4digende Stoffe, wie <abbr title=\"zum Beispiel\">z.B.<\/abbr> Chloride, und k\u00f6nnen so die Dauerhaftigkeit von Stahlbetonbauwerken erheblich herabsetzten.<\/p>\n<p>Beton- und Stahlbeton verf\u00fcgen jedoch \u00fcber eine intrinsische F\u00e4higkeit Risse zu heilen. Dieser Effekt wird in der Fachliteratur als \u201eautogene Selbstheilung\u201c bezeichnet und in (1) chemische Ursachen: Ausf\u00e4llung von Kalziumkarbonat und Nachhydratisieren von Zementpartiklen, (2) physikalische Ursachen: Quellen des Zementsteins und (3) mechanische Ursachen: Zusetzen des Risses durch Betonpartikel oder im Wasser transportierte Teilchen unterteilt.<\/p>\n<p>Bisherige Experimente, die auf die technische Nutzung der autogenen Selbstheilung zielten, haben dazu beigetragen, dass der Effekt in der Bemessung von Silos und Beh\u00e4lterbauwerken aus Beton (DIN EN 1992-3) und in der WU-Richtlinie (Richtlinie f\u00fcr wasserundurchl\u00e4ssigen Beton) des Deutschen Ausschuss f\u00fcr Stahlbeton (DAfStb) ber\u00fccksichtigt wird. Beide Standards definieren dabei Rissbreiten und Wasserdr\u00fccke, die bei Einhaltung zu einer Selbstheilung und Abdichtung von Trennrissen f\u00fchren sollen. In der Praxis zeigt der Prozess der autogenen Selbstheilung aber h\u00e4ufig eine unzuverl\u00e4ssige Effizienz.<\/p>\n<p>Ziel unserer Forschung ist es daher, die Randbedingungen der Selbstheilung einzugrenzen, das Prozessverst\u00e4ndnis der beteiligten Mechanismen zu optimieren und die \u00dcbertragbarkeit auf die Bauwerke zu \u00fcberpr\u00fcfen. In unserem Labor haben wir dazu eine spezielle Versuchszelle entwickelt, die die reellen Bedingungen der Rissbildung und Wasserbeaufschlagung am Bauwerk simulieren kann. In Kombination mit chemisch-mineralogischen Untersuchungen und reaktiven Transportmodellen wird der Selbstheilungseffekt als Funktion der Zeit, der Zusammensetzung des Betons und des anstehenden Wassers quantifiziert.<\/p>\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kontakt: Daniel Lahmann Projektstart: 01.08.2021 Projektlaufzeit: bis Ende 2025 Finanzierung: 2021 -2023: Erste interne F\u00f6rderperiode im Projekt \u201eRissbreiten im Stahlbetonbau: Probleme, Analysen und Perspektiven zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit\u201c Seit 2023: [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2761,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-1904","page","type-page","status-publish","hentry","category-forschung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/kwb\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1904","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/kwb\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/kwb\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/kwb\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2761"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/kwb\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1904"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/kwb\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1904\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1905,"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/kwb\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1904\/revisions\/1905"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/kwb\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1904"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/kwb\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1904"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/kwb\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1904"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}