{"id":131,"date":"2017-11-13T14:34:38","date_gmt":"2017-11-13T13:34:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/kdh\/?page_id=131"},"modified":"2017-11-13T14:34:49","modified_gmt":"2017-11-13T13:34:49","slug":"epol","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/kdh\/startseite\/projekte\/epol","title":{"rendered":"ePol"},"content":{"rendered":"<h2>Postdemokratie und Neoliberalismus\u00a0&#8211;\u00a0Zur Nutzung neoliberaler Argumentationen in der bundesdeutschen Politik 1949\u20132011<\/h2>\n<p>Leitung: <a href=\"https:\/\/www.hsu-hh.de\/politiktheorie\/prof-dr-gary-s-schaal\/\">Prof. <abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Gary S. Schaal<\/a> \/ <a href=\"http:\/\/asv.informatik.uni-leipzig.de\/staff\/Gerhard_Heyer\" rel='nofollow'>Prof. <abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Gerhard Heyer<\/a><\/p>\n<p>\u00d6konomisierungsprozesse haben die Politik westlicher Demokratien in den letzten Jahren ma\u00dfgeblich gepr\u00e4gt: Zahlreiche Studien zu Deregulierungsprozessen, beispielsweise der Finanzm\u00e4rkte, zu Privatisierungen ehemals \u00f6ffentlicher Aufgaben und zur Zunahme von Public Privat Partnerships haben deren Konsequenzen in verschiedensten Politikfeldern aufzeigen k\u00f6nnen. Zu wenig untersucht wurde bislang allerdings, welche Rolle \u00d6konomisierung im Entscheidungsfindungsprozess in der politischen \u00d6ffentlichkeit spielt \u2014 und dies, obwohl in repr\u00e4sentativen Demokratien, in denen Politik gegen\u00fcber den B\u00fcrgern als begr\u00fcndungspflichtig gilt, anzunehmen ist, dass entsprechende Entwicklungen sich nicht nur in den policies, sondern auch in der \u00f6ffentlichen Kommunikation niederschlagen.<\/p>\n<p>In der Politischen Theorie werden die oben angedeuteten Konsequenzen einer neoliberalen \u00d6konomisierung unter dem Stichwort \u201cPostdemokratie\u201d gegenw\u00e4rtig intensiv diskutiert. Unser Forschungsprojekt hat es sich zum Ziel gesetzt, die von der Postdemokratiedebatte formulierte Diagnose einer zunehmenden \u00d6konomisierung der politischen \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr die Bundesrepublik erstmals umfassend empirisch zu analysieren. Hierzu wird auf die zentrale These des Diskurses zur\u00fcckgegriffen, wonach der Prozess der Postdemokratisierung durch die zunehmende Bedeutung der Leitideen des Neoliberalismus in der politischen Sph\u00e4re (<abbr title=\"das hei\u00dft\">d.h.<\/abbr> eine \u00d6konomisierung des Politischen) forciert wird. Die Relevanzverschiebung dieser Leitideen f\u00fcr den Zeitraum von 1949 bis 2011 wird anhand einer Diskursanalyse untersucht, bei der neben qualitativen Auspr\u00e4gungen vor allem auch quantitativen Verteilungen und Ver\u00e4nderungen politischer Argumentationsmuster analysiert werden.<\/p>\n<p>Die Fragestellungen des Projekts \u201cPostdemokratie und Neoliberalismus\u201d werden im Rahmen einer Kooperation der Politischen Theorie (PT, Prof. <abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Schaal) mit der Automatischen Sprachverarbeitung (ASV, Prof. <abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Heyer) bearbeitet.<\/p>\n<p>In einem innovativen Forschungsdesign kommen zur Aufarbeitung des umfangreichen Quellenmaterials Verfahren der Automatischen Sprachverarbeitung zum Einsatz. Ziel des Teilprojekts der ASV ist es einerseits, etablierte Verfahren und Tools wie Topic Modelle, Term Extraction und Sentiment Analysis f\u00fcr die sozialwissenschaftliche Analyse qualitativer Daten fruchtbar zu machen. Dar\u00fcber hinaus werden f\u00fcr die spezifische Fragestellung neue (halb-)automatische Text Mining-Verfahren entwickelt, mit dem Ziel, Ver\u00e4nderungen politischer Argumentationsmuster und Begr\u00fcndungszusammenh\u00e4nge in gro\u00dfen, zeitindizierten Korpora zu identifizieren und der politikwissenschaftlichen Analyse zug\u00e4nglich zu machen. Durch die intensive Kooperation von Politischer Theorie und Automatischer Sprachverarbeitung verfolgt das ePol-Projekt zus\u00e4tzlich zu den Erkenntnisinteressen der am Projekt beteiligten Einzeldisziplinen auch metadisziplin\u00e4re Ziele. Im Rahmen des umfangreichen empirischen Forschungsvorhabens zielt das Projekt insgesamt auf einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der computergest\u00fctzten Sozialforschung mit qualitativen Daten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.epol-projekt.de\" rel='nofollow'>www.epol-projekt.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Postdemokratie und Neoliberalismus\u00a0&#8211;\u00a0Zur Nutzung neoliberaler Argumentationen in der bundesdeutschen Politik 1949\u20132011 Leitung: Prof. Dr. Gary S. 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