Dr.in Ellen Kollender

Ellen Kollender

 

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Aktuell vertrete ich die Professur Heterogenität an der Universität Koblenz-Landau und bin deswegen nur eingeschränkt und per Mail erreichbar

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Zur Person


Ich bin wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich für interkulturelle und vergleichende Bildungsforschung an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg. In meiner Forschung beschäftige ich mich mit Bildungspolitik, Schulentwicklung und pädagogischer Professionalisierung im Kontext migrationsgesellschaftlicher Ungleichheitsverhältnisse, mit Fokus auf Rassismus und intersektionale Diskriminierung in ihren Wechselwirkungen mit neoliberalen Transformationen in Staat, Schule und Gesellschaft. Im Rahmen meines Promotionsprojektes habe ich rassistische Ausschlüsse von migrantisierten Eltern im deutschen Schulsystem untersucht. Ein weiterer Schwerpunkt meiner Forschung liegt auf Formationen des Bildungsein- und -ausschlusses von ‚geflüchteten Kindern und Jugendlichen‘ im internationalen Bildungsregime sowie im Kontext des sog. EU-Türkei-Deals. Zudem beschäftige ich mich mit der Rolle zivilgesellschaftlicher Bildungsinitiativen bei der Gestaltung inklusiver und rassismussensibler Bildungssysteme und -räume in Deutschland und der Türkei, sowie mit Fragen transnationaler (Bildungs-)Solidarität.

Von September 2019 bis Dezember 2021 war ich Mercator-IPC-Fellow am Istanbul Policy Center der Sabancı University (Türkei). Mein Promotionsprojekt wurde von der Hans-Böckler-Stiftung unterstützt (2012 bis 2016). Neben meiner Forschung habe ich in den letzten Jahren verschiedene Institutionen und Akteur_innen im Bereich der Diversitätssensibilisierung und Antidiskriminierung beraten sowie zahlreiche Projekte, Workshops und Fachtagungen am Schnittfeld von Wissenschaft, Politik und pädagogischer Praxis initiiert und begleitet. 

Seit Mai 2022 vertrete ich die Professur Heterogenität, Fachbereich für Allgemeine Erziehungswissenschaft, an der Universität Koblenz-Landau.


Aktuelle Veröffentlichungen


Schule – (k)ein Ort für Rassismuskritik? Reflexionen im Anschluss an Hanau. In: Weber, Angela/Eberhard, Lilli/Roord, Lena (Hrsg.): Now! Die Welt gemeinsam gestalten. Bildung neu denken. Das Morgenmachen-Lesebuch. Bielefeld: transcript. (open access

„Es ist eher so, dass wir miteinander konkurrieren“: Außerschulische Bildungsprojekte für ‚Geflüchtete‘ im Kontext von ‚EU-Türkei-Deal‘ und New Educational Governance. In: Zeitschrift für erziehungswissenschaftliche Migrationsforschung. 1/2022. S. 25–41. (online)

Reconfiguring the relationship between ‘immigrant parents’ and schools in the post-welfare society. The case of Germany. 5. April 2022. In: British Journal of Sociology of Education. Mit Mechtild Gomolla (online)

„Und das nenn‘ ich Nehmermentalität.“ Rassistische Adressierungen von Eltern in der Schule im Kontext des sozialstaatlichen Aktivierungsdiskurses. In: Akbaba, Yaliz/Bello, Bettina/Fereidooni, Karim (Hrsg.): Pädagogische Professionalität und Migrationsdiskurse. Wiesbaden: Springer VS. S. 167–190. 2022 (online)

„Dann ist man wieder die mit dem Migrationshintergrund.“ Subjektivationsprozesse von Eltern vor dem Hintergrund neoliberaler Bildungsreformen. In: Chamakalayil, Lalitha/Ivanova-Chessex, Oxana/Leutwyler, Bruno/Scharathow, Wiebke (Hrsg.): Eltern und pädagogische Institutionen: Macht- und ungleichheitskritische Perspektiven. Weinheim: Beltz-Juventa. S. 72–90. 2021. (online)

„Then you just have to perform better“: Parents’ strategies for countering racial othering in the context of neoliberal educational reforms in Germany. 26. Oct 2021. In: Race Ethnicity and Education. (online)

„Wer durchfällt, versaut mir die Abi-Note nicht.“ Warum Ökonomisierung Selektion verschärft. In: LUXEMBURG. Gesellschaftsanalyse und Linke Praxis. 2/2021. (online)

Between Fostering and Outsourcing Educational Justice: The EU-Turkey Statement and Its Impacts on the Education of „Refugee Students“ in Turkey. IPC-Mercator Policy Brief. September 2021. (online)

Der schöne Schein der Diversity-Industrie. Zeit Online. 27. Mai 2021. (online)

Bildung für alle – oder nur für einige? COVID-19 und Diskriminierung von „geflüchteten Kindern“ im deutschen Bildungssystem. In: FluchtforschungsBlog, Netzwerk Fluchtforschung. Reihe: Die Folgen von COVID-19 für Flucht und Geflüchtete. Juli 2020. (online)

Rassismus an Schulen: Die neoliberale Schule. Zeit Online. 19. Juli 2020. (online)

Long-Term Exclusionary Effects of COVID-19 for Refugee Children in the German and Turkish Education Systems: A Comparative Perspective. IPC-Mercator Policy Brief. Juli 2020. Mit Maissam Nimer. (online)

Zwischen Ein- und Ausschluss der ‚Anderen‘. (Dis-)Kontinuitäten rassistischer und ökonomistischer Argumentationen im Diskurs um Migration von der ‚Gastarbeit‘ bis heute. In: Schriftenreihe Wissen schafft Demokratie. Band 7 – Kontinuitäten. Jena: Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft. S. 86–99. 2020. Mit Veronika Kourabas. (Artikel / Gesamtausgabe)

Eltern – Schule – Migrationsgesellschaft. Neuformation von rassistischen Ein- und Ausschlüssen in Zeiten neoliberaler Staatlichkeit. Bielefeld: transcript. 2020. (Verlagsseite Einleitung)

„Und da sind ganz viele Ängste in der Schule.“ Die Konstruktion von Risikofamilien im Zuge aktueller Versicherheitlichungen in der Migrationsgesellschaft. In: Machold, Claudia, Astrid Messerschmidt und Sabine Hornberg (Hrsg.): Jenseits des Nationalen? Erziehungswissenschaftliche Perspektiven. Opladen & Farmington Hills: Barbara Budrich. S. 51-68. 2020. (Verlagsseite / Artikel)


Aktuelle Vorträge


Wer bist du – & wenn ja, wie viele? Zur Konstruktion & Verhandlung von nationaler Identität in Migrationsgesellschaft & Schule. Vortrag auf dem Fachtag „Identitätsbildung in der Migrationsgesellschaft“. Institut für Lebensgestaltung – Ethik – Religionskunde, Universität Potsdam. 30.04.2022.

Between Inclusion and Competitive Orientation: Educational Practices and Perceptions of NGOs in the Context of the EU-Turkey Agreement. Vortrag im Rahmen des Symposiums „Multiplication of Borders in National School Systems in Times of (Forced) Migration and Global Education Governance: Comparative Perspectives” auf dem 26. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft. Universität Bremen. 15.03.2022.

Eltern – Schule – Rassismus !?. Vortrag auf dem Bildungsgipfel „Diskriminierung. Macht. Schule“ der neuen deutschen organisationen, Berlin. 14.03.2022.

„Religionsstreit“ an Berliner Schulen? Pressegespräch des „Mediendienst Integration“. 24.01.2022.  (online)

Nicht interessiert!? – Unsichtbaren Barrieren für die Mitwirkung von Eltern mit Migrationsgeschichte. Vortrag für pädagogische Fachkräfte. Kommunales Integrationszentrum Bonn. 9.12.2021. 

Involving Civil Society Actors in Shaping Education Systems that are Sensitive to Intersectional Forms of Discrimination against ‚Refugee students‘ – (New) Challenges in Light of a Global Education Governance. Vortrag im Rahmen der Tagung „Refugees: Integration, Harmonisation, Solidarity, Hospitality or what? Philosophies, Policies and Practices in Turkey and Germany“, Istanbul. 26.11.2021.

Formationen des Bildungseinschlusses und -ausschlusses von ‚geflüchteten Kindern und Jugendlichen‘ im Kontext der EU-Türkei-Erklärung. Vortrag im Rahmen der „interdisziplinären Vortragsreihe Bildungsforschung“, Universität Duisburg-Essen. 25.11.2021.

Steht die Bekämpfung von Rassismus auf der Agenda von Politik und Institutionen? Moderation des Gesprächs mit Aminata Touré, Hendrik Cremer und Mechtild Gomolla, im Rahmen der Ringvorlesung „Rassismus und Rechtsextremismus in der institutionellen Mitte der Gesellschaft. Anfragen an den politischen Bildungsauftrag der Bundeswehr/Universität“, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg. 23.11.2021. Mit Aysun Doğmuş und Lisa M. Rosen

Rassismussensible Elternbeteiligung in der Schule der Migrationsgesellschaft. Vortrag im Rahmen der Fachtagung „Bildung für Alle! Alle gebildet?“, Interdisziplinäre Forschungsstelle Islam und Muslim*innen in Europa, Sigmund-Freud-Universität, Wien. 20.11.2021.

Civil Society Organization in the Turkish Education System – (New) Potentials for an Inclusive Education in Times of Post-forced Migration. Vortrag im Rahmen der Paper-Session „Innovative Reform in Education from a Global Perspective”, auf dem Kongress der World Education Research Association 2021, Virtual Focal Meeting. Santiago de Compostela, Spanien. 8.07.2021.

Die Verhandlung von Bildungsausschlüssen und -zugängen von schutzbedürftigen Kindern und Jugendlichen im europäischen Grenzregime. Vortrag im Rahmen der digitalen Vortragsreihe der AG „Migration, Flucht, Rassismuskritik“ zum Schwerpunkt Flucht, Migration und Bildung. Universität Wuppertal. 24.06.2021.

(De-)Thematisierung von Intersektionalität in der außerschulischen Bildungsarbeit für, mit und von ‚Geflüchtete(n)‘ in der Türkei. Vortrag im Rahmen der Tagung „Bildung im Kontext von Flucht*Migration: Subjektbezogene und machtkritische Perspektiven“. PH Freiburg. 15.05.2021.

Einfallstore für Diskriminierung von Eltern mit Migrationsgeschichte im Berliner Schulsystem. Vortrag im Rahmen der „AG Bildung“. Bündnis 90/Die Grünen Neukölln. 11.02.2021.

Vorstellung und Diskussion des Buches „Eltern – Schule – Migrationsgesellschaft“ auf der Digitalen Buchmesse „Migration und Integration“. Hochschule Fulda. 9.02.2021.

Schule und Rassismus im neoliberalen (Wohlfahrts-)Staat. Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung „Jenseits des methodologischen Nationalismus!? Erziehungswissenschaftliche Beiträge aus international vergleichender und postkolonialer Perspektive.“ Technische Universität Dortmund. 2.02.2021.


Vollständiges Publikations- und Vortragsverzeichnis

ResearchGate

Forschungsschwerpunkte

Inclusive Education and Anti-Racism across EU-Turkey Borders. Exploring Intersectionality – Building Solidarity in Times of Forced Migration and Global Educational Governance

Global dynamics of change such as the COVID-19 pandemic, the strengthening of anti-immigrant discourses, and neoliberal EU-Turkey Borderstransformations impact educational policies, processes, and practices. These developments tend to exacerbate educational inequalities and injustices. This becomes particularly evident with regard to the situation of children and youth seeking protection in Turkey and the European Union. They face numerous barriers and multiple forms of racism and intersectional discrimination in migration societies and their educational institutions. At the same time, the increasing forced migration to Turkey and the EU over the last decade has fueled the debate on how to deal with plurality in education. In this respect, various initiatives in migration societies such as Germany and Turkey have emerged. They draw attention to the situation of marginalized groups in education systems by empowering their voices and promoting the societal and political-pedagogical debate on inclusion, anti-racism, and educational justice. This project explores and discusses the complex challenges arising from the claim of an “education for all” in times of forced migration from a transnational and critical race perspective:

  • How do children along borderlands, hostile frontiers, and resettlement contexts become racialized or ‘othered’ within different education systems and settings in Turkey and the EU?
  • How does the EU-Turkey Statement impact the education of „refugee students” and lead to (new) formations of inclusion and exclusion in the Turkish education system?
  • How do logics of a New Educational Governance, that have emerged in the course of broader neoliberal transformation processes, shape ideas of anti-racism and inclusive education in (EU-funded) educational projects and programs for ‘refugee children’? How are civil society initiatives and NGOs working in the field of migration and education entangled in these logics?
  • What are strategies of civil society educational Initiatives for, by and with refugees to correct exclusionary practices in education and in shaping schools that are sensitive to racism and intersectional discrimination in Germany and Turkey? Which structural and institutional constraints and fields of tension do the actors face?
  • How can notions of solidarity go beyond solutions formulated by nation-states and be fostered across EU-Turkey borders when addressing global educational inequalities and injustices?

Zentrale Publikationen

Kollender, Ellen (2022): „Es ist eher so, dass wir miteinander konkurrieren“: Außerschulische Bildungsprojekte für ‚Geflüchtete‘ im Kontext von ‚EU-Türkei-Deal‘ und New Educational Governance. In: Zeitschrift für erziehungswissenschaftliche Migrationsforschung. 1/2022. S. 25–41. (online)

Kollender, Ellen (2021): Between Fostering and Outsourcing Educational Justice: The EU-Turkey Statement and Its Impacts on the Education of „Refugee Students“ in Turkey. IPC-Mercator Policy Brief. September 2021. (Zugriff online)

Kollender, Ellen und Joanna Krzemińska (2020): Exploring Intersectionality – Building Solidarity Across EU-Turkey Boders: Inclusive Education in Times of Forced Migration and COVID-19. Video-Dokumentation der internationalen Konferenz am Istanbul Policy Center (11.-12. November 2020). (Zugriff online)

Kollender, Ellen (2020): Education For All – or Only For Some? COVID-19 and Discrimination Against „Refugee Children“ in the German Education System. In: FluchtforschungsBlog, Netzwerk Fluchtforschung. Series: The Consequences of COVID-19 for Forced Migration and Refugees 30.07.2020. (Zugriff online)

Kollender, Ellen (2020): Bildung für alle – oder nur für einige? COVID-19 und Diskriminierung von „geflüchteten Kindern“ im deutschen Bildungssystem. In: FluchtforschungsBlog, Netzwerk Fluchtforschung. Reihe: Die Folgen von COVID-19 für Flucht und Geflüchtete. 30.07.2020. (Zugriff online)

Kollender, Ellen und Maissam Nimer (2020): Long-Term Exclusionary Effects of COVID-19 for Refugee Children in the German and Turkish Education Systems: A Comparative Perspective. IPC-Mercator Policy Brief. July 2020. (Zugriff online)

„Yarısı uzaktan eğitime erişemiyor“ („Die Hälfte [der Kinder] hat keinen Zugang zum Fernunterricht“). Interview mit Banu Tuna über die Situation von geflüchteten Schulkindern in der Türkei im Rahmen des Artikels “Şehrimize emanet çocuklar“ („Kinder, die unserer Stadt anvertraut wurden“). In: İST Dergi. 4/2020. (Link)

Rassismus und intersektionale Diskriminierung in staatlichen (Bildungs-)Institutionen / Strategien und Spannungsfelder der diskriminierungssensiblen Schulentwicklung

BildDie theoretische und empirische Auseinandersetzung konzentriert sich auf (Dis-)Kontinuitäten von Rassismus in der BRD von der Nachkriegszeit bis heute. Mit Blick auf den Bildungsbereich werden Formen der intersektionalen Diskriminierung von Schüler_innen und ihren Familien identifiziert und analysiert, wie sich rassistische Orientierungs- und Handlungsmuster in Bildungspolitik sowie unterschiedliche Bildungsräume einschreiben und hier verhandelt werden. Ein Fokus liegt auf der Analyse von Rassismus in seiner Verbindung mit vielgestaltigen Ökonomisierungsprozessen des Sozialen und hieraus resultierenden Ein- und Ausschlüssen im deutschen Bildungssystem.

An der Schnittstelle von Forschung, öffentlichem Diskurs und pädagogischer Praxis wird zudem gefragt, wie in staatlichen (Bildungs-)Institutionen diskriminierungssensibel auf migrationsgesellschaftliche Wandlungsprozesse reagiert werden kann. Hierzu wurden u.a. im Rahmen der Längsschnittevaluation der Lehrkräfte-Fortbildung zur „interkulturellen Koordination“ an Hamburger Schulen (Leitung: Mechtild Gomolla) organisationale und Fototpädagogische Ansätze einer diversitäts- und diskriminierungssensiblen Schulentwicklung evaluiert. Darüber hinaus wurden in dem im Jahr 2016 initiierten Projekt „Schule – Rassismus – Stadt“ Ansätze eines community organizing erprobt, mit dem Ziel, institutionelle Diskriminierung im schulischen Bereich gemeinsam mit Eltern, Pädagog*innen und lokalen Bildungsakteuren aus Berlin-Kreuzberg und Neukölln zu thematisieren und zu bearbeiten (mit Seyran Bostancı, Isabel Dean, Hanna Mai und Lili Rebstock). Die aktuelle Auseinandersetzung konzentriert sich vor allem auf folgende Fragen: Wie können bei der diskriminierungssensiblen Gestaltung von Bildungsinstitutionen und -räumen neoliberale Veränderungsprozesse und daraus resultierende neue subtile Ausschlüsse von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien mitgedacht werden? Wie kann eine macht- und diskriminierungssensible Partizipation von Eltern, Migrant_innenorganisationen und weiteren zivilgesellschaftlichen Akteuren bei der Entwicklung und Umsetzung von Diversitäts- und Anti-Diskriminierungskonzepten im Bildungsbereich aussehen? Wie lässt sich eine inklusive und diskriminierungskritische Haltung über nationalstaatliche Grenzen hinweg denken, entwickeln und umsetzen?


Zentrale Publikationen  

Kollender, Ellen (2022): Schule – (k)ein Ort für Rassismuskritik? Reflexionen im Anschluss an Hanau. In: Weber, Angela/Eberhard, Lilli/Roord, Lena (Hrsg.): Now! Die Welt gemeinsam gestalten. Bildung neu denken. Das Morgenmachen-Lesebuch. Bielefeld: transcript. (online

Kollender, Ellen (2021): „Wer durchfällt, versaut mir die Abi-Note nicht.“ Warum Ökonomisierung Selektion verschärft. In: LUXEMBURG. Gesellschaftsanalyse und Linke Praxis. 2/2021. (online)

Kollender, Ellen (2021): Der schöne Schein der Diversity-Industrie. Zeit Online. 27. Mai 2021. (online)

Kollender, Ellen (2020): Rassismus an Schulen: Die neoliberale Schule. Zeit Online. 19. Juli 2020. (online)

Kollender, Ellen und Veronika Kourabas (2020): Zwischen Ein- und Ausschluss der ‚Anderen‘. (Dis-)Kontinuitäten rassistischer und ökonomistischer Argumentationen im Diskurs um Migration von der ‚Gastarbeit‘ bis heute. In: Schriftenreihe Wissen schafft Demokratie. Band 7 – Kontinuitäten. Jena: Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft. S. 86–99. peer-reviewed (Zugriff online)

Kollender, Ellen (2020): Eltern – Schule – Migrationsgesellschaft. Neuformation von rassistischen Ein- und Ausschlüssen in Zeiten neoliberaler Staatlichkeit. Bielefeld: transcript. (Verlagsseite)

Gomolla, Mechtild, Ellen Kollender, Christine Riegel und Wiebke Scharathow (2019) (Hrsg.): Diversitäts- und Antidiskriminierungskonzepte im Feld von Schule und Migration – Erfordernisse, Spannungen und Widersprüche. Themenschwerpunkt der Zeitschrift für Diversitäts- und Managementforschung 1+2. Opladen & Farmington Hills: Budrich. (Verlagsseite)

Gomolla, Mechtild, Ellen Kollender und Marlene Menk (2018) (Hrsg.): Rassismus und Rechtsextremismus in Deutschland – Figurationen und Interventionen in Gesellschaft und staatlichen Institutionen. Weinheim: Beltz-Juventa. (Verlagsseite)

Kollender, Ellen und Uwe Hunger (2018): Einwanderungs- und Integrationspolitik in ihren Auswirkungen auf Bildung und Erziehung. In: Gogolin, Ingrid/Georgi, Viola/Krüger-Potratz, Marianne/Lengyel, Drorit/Sandfuchs, Uwe (Hrsg.): Handbuch Interkulturelle Pädagogik. Bad Heilbronn: Klinkhardt. S. 261-267. (Verlagsseite)

Kollender, Ellen (2016): „Die sind nicht unbedingt auf Schule orientiert“ – Formationen eines ‚racial neoliberalism’ an innerstädtischen Schulen Berlins. In: movements. Journal für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung 2(1). Bielefeld: transcript. S. 39–64. peer-reviewed (Zugriff online)

Gomolla, Mechtild, Dorothee Schwendowius und Ellen Kollender (2016): Qualitätsentwicklung von Schulen in der Einwanderungsgesellschaft. Evaluation der Fortbildung von Lehrkräften zur ‚interkulturellen Koordination‘ an Hamburger Schulen. Abschlussbericht. Hamburger Beiträge zur Erziehungs- und Sozialwissenschaft. Hamburg. (Zugriff online)

Kollender, Ellen und Janne Grote (2016): „Das wird man doch wohl noch sagen dürfen“ – Zusammenhänge von Sprache und Rassismus. In: Detzner, Milena/Drücker, Ansgar/Seng, Sebastian (Hrsg.): Rassismuskritik. Versuch einer Bilanz über Fehlschläge, Weiterentwicklungen, Erfolge und Hoffnungen. Düsseldorf: IDA – Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismus e.V. S. 7 sowie S. 92–96. (Zugriff online)

Gomolla, Mechtild, Ellen Kollender, Anna Joskowski, Margarete Menz, Ulrike Ofner, Nadine Rose, Ina Sylvester, Susanne Timm, Elisabeth Weller und Nora Weuster (2015): Bildung, Pluralität und Demokratie: Erfahrungen, Analysen und Interventionen in der Migrationsgesellschaft. Teil II. Hamburger Beiträge zur Erziehungs- und Sozialwissenschaft. Heft 14. Hamburg: Helmut-Schmidt-Universität.

Kollender, Ellen und Janne Grote (2015): „Die Flüchtlinge“, „die Rassisten“ und „Wir“ – zu den Ambivalenzen im aktuellen Flüchtlingsdiskurs. In: Bogerts, Lisa/Schmetz, Martin (Hrsg.): Wie unsere Zukunft entsteht. Kritische Perspektiven zu Flucht und Migration nach Europa. Frankfurt am Main. S. 21–32. (Zugriff online)

Kollender, Ellen (2015): Wenn die Vereinten Nationen von Rassismus sprechen – und Deutschland nicht. In: Bundeszentrale für politische Bildung. (Zugriff online)

Konfigurationen des Verhältnisses von Eltern und Schule im Kontext migrationsgesellschaftlicher Diskurse und sozialstaatlicher Wandlungsprozesse

FotiDie kritische Analyse der Eltern-Schule-Beziehung in der Migrationsgesellschaft basiert auf zwei abgeschlossenen Studien: (1.) Einer Analyse der Bilder von ‚Eltern mit Migrationshintergrund‘ im bildungs- und integrationspolitischen Diskurs der BRD von der Nachkriegszeit bis heute (gemeinsam mit Mechtild Gomolla). (2.) Dem Dissertationsprojekt „Eltern, Schule, Migrationsgesellschaft. Neuformation von Ein- und Ausschlüssen in Zeiten neoliberaler Staatlichkeit“. Untersucht wurden sich wandelnde Erwartungshaltungen von Bildungspolitik, Schule und Gesellschaft an Eltern wie normierte Leitbilder ‚guter‘ Elternschaft und hiermit verbundene Dynamiken schulischer Selektion und Segregation im migrationsgesellschaftlichen Kontext. Gefragt wurde insbesondere nach der Rolle, die natio-ethno-religiös-kulturellen Grenzziehungen im Verhältnis von Eltern und Schule zukommt sowie nach neuen Einfallstoren für Diskriminierung, die insbesondere Familien mit (zugeschriebenem) muslimischen und/oder migrantischen Hintergrund im Zuge des neoliberalen staatlichen Wandels erfahren. Ein weiterer Fokus lag auf der Frage nach den subjektivierenden Effekten migrationsgesellschaftlicher Anerkennungs- und Zugehörigkeitsordnungen in Schule sowie Strategien von Eltern(vereinen), diese zu durchbrechen. Die untersuchten Diskurse, schulisch-pädagogischen Wissensbestände und elterlichen Subjektivationen wurden dispositivanalytisch in ihrem Wechselverhältnis untersucht und Implikationen für eine diskriminierungssensible und demokratische Transformation von Schule und Sozialraum entwickelt.


Zentrale Publikationen

Kollender, Ellen/Gomolla, Mechtild (2022): Reconfiguring the relationship between ‘immigrant parents’ and schools in the post-welfare society. The case of Germany. 5. April 2022. In: British Journal of Sociology of Education. (online)

Kollender, Ellen (2021): „Dann ist man wieder die mit dem Migrationshintergrund.“ Subjektivationsprozesse von Eltern vor dem Hintergrund neoliberaler Bildungsreformen. In: Chamakalayil, Lalitha/Ivanova-Chessex, Oxana/Leutwyler, Bruno/Scharathow, Wiebke (Hrsg.): Eltern und pädagogische Institutionen: Macht- und ungleichheitskritische Perspektiven. Weinheim: Beltz-Juventa. (online)

Kollender, Ellen (2021): „Then you just have to perform better“: Parents’ strategies for countering racial othering in the context of neoliberal educational reforms in Germany. In: Race Ethnicity and Education. (online)

Kollender, Ellen (2020): Eltern – Schule – Migrationsgesellschaft. Neuformation von rassistischen Ein- und Ausschlüssen in Zeiten neoliberaler Staatlichkeit. Bielefeld: transcript. (Verlagsseite / Einleitung)

Kollender, Ellen (2020): „Und da sind ganz viele Ängste in der Schule.“ Die Konstruktion von Risikofamilien im Zuge aktueller Versicherheitlichungen in der Migrationsgesellschaft. In: Machold, Claudia, Astrid Messerschmidt und Sabine Hornberg (Hrsg.): Jenseits des Nationalen? Erziehungswissenschaftliche Perspektiven. Opladen & Farmington Hills: Barbara Budrich. S. 51-68. (Verlagsseite / Artikel)

Eltern – Schule – Migrationsgesellschaft. Interview mit Marie Zinkann für Radio Corax. 19.08.2020. (Link)

Gomolla, Mechtild und Ellen Kollender (2019): Schulischer Wandel durch Elternbeteiligung? Kontinuitäten und Neuverhandlungen der Bilder von ‚Eltern mit Migrationshintergrund‘ im politischen Diskurs der BRD. In: Zeitschrift für Diversitäts- und Managementforschung 1+2. Opladen & Farmington Hills: Barbara Budrich. S. 28-42. peer reviewed. (Zugriff online)

Wie gehen Schulen mit migrantischen Eltern um? Interview mit dem Mediendienst Integration. 30.11.2016. (Link)

Gomolla, Mechtild, Ellen Kollender und Nadine Rose (2011): Die Bedeutung der Elternarbeit in der Migrationsgesellschaft am Übergang Schule-Beruf. In: Landesarbeitsgemeinschaft der Jugendsozialarbeit in Niedersachsen (Hrsg.): Erfolgreiche Elternarbeit in der Migrationsgesellschaft am Übergang Schule-Beruf. Themenheft 2/2011. S. 3-15. (Zugriff online)

Diskurs- und Dispositivanalyse

Qualitative Sozialforschung

Poststrukturalistische Theorie

Mitgliedschaften & Gutachtertätigkeiten


Mitgliedschaften

Rat für Migration

Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, Sektion Interkulturelle und International vergleichende Erziehungswissenschaft

European Educational Research Association, Network „Social Justice and Intercultural Education”

Netzwerk „Rassismuskritische Schulpädagogik“

Netzwerk Fluchtforschung

kritnet – Netzwerk kritische Migrations- und Grenzregimeforschung

Redakteurin bei „Migration und Bevölkerung“, Fachnewsletter des Netzwerks Migration in Europa und der Bundeszentrale für politische Bildung (2013–2015)

Chefredakteurin bei „360° – Das studentische Journal für Politik und Gesellschaft“ (Verlag Barbara Budrich, 2007–2009)


Reviewtätigkeiten

International Journal of Comparative Sociology, World Education Research Conference, Tertium Comparationis, Global Center for Pluralism Canada


Wissenschaftliche Beratungen

Beteiligung am deutsch-türkischen Fachkräfteaustausch „Junge Flüchtlinge. Zugang zu Bildung und Teilhabe gestalten“. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend & türkisches Ministerium für Jugend und Sport (19.-22.11.2019)

Beteiligung am Vernetzungstreffen „Interkulturelle Handlungskompetenz, Diversitätssensibilität und Antidiskriminierung im Einsatz“. Bundesamt für Migration und Flüchlinge, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Polizei Bayern & HSU HH. (29.-30.07.2019)

Zentrum für ethische Bildung in den Streitkräften, Beratung bei der Konzeption eines Ausbildungsmoduls zum Thema „Alltagsrassismus“ für Militärseelsorger_innen (2019)

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Beratung bei der Konzeption, Entwicklung und Erprobung eines Schulungskonzeptes zum Thema „Antidiskriminierung und Diversitätssensibilisierung“ (2016 – 2018)

Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg, Beratung bei der Konzeption eines Fortbildungsmoduls für Eltern und Lehrkräfte zum Thema „inklusive Elternpartizipation“ (2017)

Geschwister-Scholl-Stadtteilschule und Christianeum, wissenschaftliche Begleitung des Hamburger Schulprojekts „Perspektivwechsel“ (2013)


Universitäre Gremienarbeit

Mittelbauvertreterin im Senatsausschuss für Lehre und Studium der HSU (seit 1/2021)


 

Stipendien, Förderungen & Auszeichnungen


„Wissenschaftspreis 2020“ der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg für die Dissertation „Eltern – Schule – Migrationsgesellschaft. Neuformation von Ein- und Ausschlüssen in Zeiten neoliberaler Staatlichkeit“ (2020)

Förderung der Stiftung Mercator für die internationale Konferenz „Exploring Intersectionality – Practicing Solidarity: Inclusive Education in Times of Forced Migration in Germany and Turkey“ (2020)

12-monatiges IPC-Mercator-Fellowship am Istanbul Policy Center der Sabancı University, Türkei (2019/20)

Förderung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für Kongressreise nach Tokio, Japan (Konferenz der World Education Research Association 2019)

Förderung der Lawaetz-Stiftung für die Fachtagung „Hamburg, die extreme Rechte und der Rassismus der Mitte“ an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg (2017)

Promotionsstipendium der Hans-Böckler-Stiftung (2012 – 2016)

Förderung der Stipendiatischen Projektkommission der Hans-Böckler-Stiftung für das Projekt „Schule – Rassismus – Stadt. Institutionelle (Mehrfach-)Diskriminierung an Berliner Schulen“ (2015 – 2016)

Förderpreise des Deutschen Studierendenwerks (Preis für besonderes soziales Engagement), der Universität Münster (Studierendenpreis) sowie „Land-der-Ideen“-Preis für das Projekt „360° – Das studentische Journal für Politik und Gesellschaft“ (2007, 2008, 2009)

Hamburgglobal-Stipendium (DAAD/Universität Hamburg) für Auslandspraktikum bei den Vereinten Nationen in New York (2008)

Lehrveranstaltungen


Diskriminierungssensible Gestaltung von Bildungsprozessen und -institutionen im Horizont aktueller Fluchtmigration(en) – Erfahrungen, Herausforderungen und Strategien (Sommerstemester 2022, Universität Koblenz-Landau)

COVID 19: Bildung und Lernen im biographischen Kontext (Sommerstemester 2022, Universität Koblenz-Landau)

Klimakrise: Bildung und Lernen im biographischen Kontext (Sommerstemester 2022, Universität Koblenz-Landau)

Professionalisierung und Schulentwicklung in migrationsgesellschaftlichen Diskriminierungsverhältnissen (Sommerstemester 2022, Universität Kassel)

Einführung in diskriminierungssensible Perspektiven auf Bildungsprozesse in der Migrationsgesellschaft (Wintertrimester 2022)

Rassismus und Rechtsextremismus als Herausforderungen für (außer-)schulische Bildungsprozesse (Herbsttrimester 2021)

Struktureller Rassismus – was ist das eigentlich und wie artikuliert er sich in staatlichen (Bildungs-)Institutionen? Theorien und Analysen (Herbstrimester 2021)

Konzepte und Praktiken der diversitäts- und diskriminierungssensiblen Entwicklung von Bildungsinstitutionen in der Migrationsgesellschaft (Frühjahrstrimester 2021)

Diskriminierungskritische Schulentwicklung in der Migrationsgesellschaft – Theoretische Grundlagen (Wintertrimester 2021)

Außerschulische Bildungsarbeit im Kontext transnationaler Fluchtmigration – Theorien, Akteure und (bildungs-)politische Rahmenbedingungen (Frühjahrstrimester 2019)

Bildung in der Migrationsgesellschaft – Einführung in zentrale Begriffe, Theorien und Debatten (Wintertrimester 2019)

Wendy Brown und Michel Foucaults Theorien zur neoliberalen Vernunft und  Implikationen für (trans)nationale Bildungsprozesse (Herbsttrimester 2018)

Diskriminierungs- und rassismuskritische Perspektiven auf Migration und Bildung in Deutschland. Theorien – Analysen – Kontroversen (Frühjahrstrimester 2018)

Rassismus und Rechtsextremismus in Deutschland und Europa – aktuelle Erscheinungsformen, theoretische Einordnungen, politische und pädagogische Handlungsmöglichkeiten (Frühjahrstrimester 2017)

Diskursanalytische Perspektiven auf Bildung und Erziehung in der (Post-)Migrationsgesellschaft (Wintertrimester 2017)

Intersektionen und Interdependenzen von Diskriminierungsformen und -ebenen im Kontext von Schule und Bildungssystem – theoretische Konzepte, method(olog)ische und politische Ansätze, Teil II (Herbsttrimester 2016)

Intersektionen und Interdependenzen von Diskriminierungsformen und -ebenen im Kontext von Schule und Bildungssystem – theoretische Konzepte, method(olog)ische und politische Ansätze, Teil I (Frühjahrstrimester 2016)


HSU

Letzte Änderung: 10. Mai 2022