{"id":1192,"date":"2018-06-12T11:04:10","date_gmt":"2018-06-12T09:04:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/ipa\/?page_id=1192"},"modified":"2021-10-29T14:51:21","modified_gmt":"2021-10-29T12:51:21","slug":"forschungsverbund-standards-guter-arbeit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/ipa\/forschungsverbund-standards-guter-arbeit","title":{"rendered":"Standards Guter Arbeit"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Verbund<\/strong><br \/>\nUnter dem Stichwort \u201eStandards Guter Arbeit\u201c haben sich im Sommer 2017 zw\u00f6lf ProfessorInnen und neun weitere Forschende aus der Universit\u00e4t Hamburg und der Helmut-Schmidt-Universit\u00e4t in einem Forschungsverbund zusammengefunden. Unterst\u00fctzt durch Mittel der Landesforschungsf\u00f6rderung Hamburg m\u00f6chten sie in insgesamt 10 Teilprojekten zu neuen Erkenntnissen bez\u00fcglich dr\u00e4ngender Fragen in in diesem Themenfeld gelangen.<\/p>\n<p><strong>Ausgangspunkt<\/strong><br \/>\nBis vor nicht allzu langer Zeit war das sogenannte \u201eNormalarbeitsverh\u00e4ltnis\u201c sowohl weitverbreiteter Standard als auch angestrebte Norm der Arbeit. Dem klassischen m\u00e4nnlichen Arbeitnehmer, in unbefristeter Vollzeitanstellung stehen heute jedoch vermehrt heterogene Entwicklungen gegen\u00fcber. Zu beobachten sind <abbr title=\"unter anderem\">u.a.<\/abbr>:<\/p>\n<ul>\n<li>ver\u00e4nderte Arbeitswerte,<\/li>\n<li>die zunehmende Flexibilisierung der Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse,<\/li>\n<li>eine steigende Diversit\u00e4t von Belegschaften,<\/li>\n<li>die Entwicklung von Netzwerkorganisationen und digitalen Wertsch\u00f6pfungsketten,<\/li>\n<li>internationale Einfl\u00fcsse auf das Arbeits- und Sozialrecht,<\/li>\n<li>zunehmende Verantwortungs\u00fcbertragung auf die Besch\u00e4ftigten sowie<\/li>\n<li>r\u00e4umliche und zeitliche Entgrenzung von Arbeit<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die h\u00f6here Autonomie und Flexibilit\u00e4t der Besch\u00e4ftigten bietet diesen zwar neue Chancen, birgt allerdings auch h\u00f6here Anforderungen bez\u00fcglich Qualifizierung, fehlende Sicherheiten und psychologischen Stress. Dieser Wandel ber\u00fchrt damit auch \u201eStandards Guter Arbeit\u201c, wie etwa Arbeitnehmerschutzrechte, Interessenvertretung oder die Trennung zwischen Beruf und Privatleben.<\/p>\n<p><strong>Ziel und Forschungsansatz<\/strong><br \/>\nFraglich ist, ob und wie traditionelle Arbeitsstandards in der heutigen Arbeitswelt noch zu halten sind, beziehungsweise welche neuen Standards entstehen k\u00f6nnen und sollen. Hierzu soll zum\u00a0 einen das tats\u00e4chliche empirische Ausma\u00df der Ver\u00e4nderungen und Wirkungen bestimmt werden. Zum anderen m\u00fcssen auch normative Positionierungen neu vorgenommen werden. Die\u00a0 Forschergruppe geht diesem Untersuchungsansatz auf drei Ebenen nach:<\/p>\n<ul>\n<li>Kulturelles System \u2013 Normative Leitbilder (Sozialphilosophie, Theologie) und Soziales System \u2013 Arbeits- und Lebensformen, Bed\u00fcrfnisse, soziale<br \/>\nUngleichheit (Soziologie, Sozialpsychologie)<\/li>\n<li>\u00d6konomisches System \u2013 Arbeitsmarkt, Organisation, Personalmanagement und -f\u00fchrung, Arbeitsorganisation (\u00d6konomie, Betriebswirtschaftslehre, Arbeits- und Organisationspsychologie)<\/li>\n<li>Rechtliches System \u2013 Individual- und Kollektivarbeitsrecht sowie Sozialrecht<\/li>\n<\/ul>\n<p>Weitergehende Informationen finden Sie auf der <a href=\"https:\/\/www.sga.uni-hamburg.de\/de.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Projektwebseite<\/a>.<\/p>\n<p><strong>F\u00f6rderung<\/strong><br \/>\nHamburger Forschungsf\u00f6rderung , Laufzeit Juli 2017 &#8211; Dezember 2020<\/p>\n<p><strong>Beteiligte Wissenschaftlerinnen<\/strong><br \/>\nJan Dumkow M.A. (Koordination), Prof.\u00a0<abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Wenzel Matiaske (Projektsprecher)<\/p>\n<p><strong>Projektpartner<br \/>\n<\/strong>Universit\u00e4t Hamburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Verbund Unter dem Stichwort \u201eStandards Guter Arbeit\u201c haben sich im Sommer 2017 zw\u00f6lf ProfessorInnen und neun weitere Forschende aus der Universit\u00e4t Hamburg und der Helmut-Schmidt-Universit\u00e4t in einem Forschungsverbund zusammengefunden. 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