{"id":1170,"date":"2018-06-08T14:58:10","date_gmt":"2018-06-08T12:58:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/ipa\/?page_id=1170"},"modified":"2021-10-29T13:31:06","modified_gmt":"2021-10-29T11:31:06","slug":"alhaba","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/ipa\/alhaba","title":{"rendered":"Alhaba"},"content":{"rendered":"<h2>Arbeitszeitdiskrepanzen im Lebensverlauf (ALHabA)<\/h2>\n<p>Das Projekt \u201eALHabA\u201c ist ein Verbundprojekt des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), der Helmut-Schmidt-Universit\u00e4t, Hamburg, des Instituts f\u00fcr empirische Sozial- und Wirtschaftsforschung (INES Berlin) und des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI D\u00fcsseldorf) und wird im Zeitraum vom\u00a0 01.07.2015 bis zum 31.12.2019 von der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Das geplante Projekt will empirisch fundierte Hinweise f\u00fcr zuk\u00fcnftige Arbeitszeitpolitiken liefern. Es wird aufgezeigt, welche Personengruppen in welchen Lebensphasen und unter welchen Arbeitsbedingungen ihre Arbeitszeiten ver\u00e4ndern m\u00f6chten. Dabei soll untersucht werden, welche familialen und betrieblichen Faktoren die Arbeitszeitw\u00fcnsche und deren Realisierung beg\u00fcnstigen oder behindern.<\/p>\n<p>Die Ausgestaltung der Arbeitszeit beeinflusst die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Besch\u00e4ftigten und ihrer Familienmitglieder in vielf\u00e4ltiger Weise. Arbeitszeitdiskrepanzen reichen in ihren Wirkungen weit \u00fcber die Individual- <abbr title=\"beziehungsweise\">bzw.<\/abbr> Haushaltskontext- <abbr title=\"beziehungsweise\">bzw.<\/abbr> Familiensph\u00e4re hinaus und k\u00f6nnen auch Betriebe und deren Effizienz betreffen. Aus \u00f6konomischer Sicht kann man von einem suboptimalen Nutzen in den bestehenden Zeit-Geld-Pr\u00e4ferenzen gro\u00dfer Teile der Besch\u00e4ftigten sprechen. Ein Teil der Besch\u00e4ftigten, vornehmlich teilzeitbesch\u00e4ftigte Frauen, m\u00f6chte l\u00e4nger, ein anderer Teil, vornehmlich vollzeitbesch\u00e4ftigte M\u00e4nner, m\u00f6chte k\u00fcrzer arbeiten (Holst\/Seifert 2012). Die nicht-realisierten W\u00fcnsche von Teilzeitbesch\u00e4ftigten, bieten kurzfristig ein nicht unerhebliches zus\u00e4tzliches Arbeitskr\u00e4ftepotenzial. Dagegen k\u00f6nnen \u00fcberlange Arbeitszeiten wegen erh\u00f6hter gesundheitlicher Risiken und dadurch verursachter Erwerbsminderungen das Erwerbspersonenpotenzial reduzieren (Gr\u00f6zinger\/Matiaske\/Tobsch 2010).<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projektes soll analysiert werden, welche Personengruppen in welchen Lebensphasen und unter welchen Arbeitsbedingungen ihre Arbeitszeiten ver\u00e4ndern m\u00f6chten. Dabei soll aufgezeigt werden, welche familialen und betrieblichen Faktoren die Arbeitszeitw\u00fcnsche und deren Realisierung beg\u00fcnstigen oder behindern. Auf der individuellen Ebene st\u00fctzen wir uns dabei theoretisch auf \u00dcberlegungen und Befunde biografisch orientierter Sozial- und Wirtschaftsforschung. Insbesondere interpretieren wir Zeitdiskrepanzen als einen Belastungsfaktor im Sinne des stresstheoretischen effort-reward-imbalance Modells (Siegrist 1996) und klassifizieren dessen Wirkung auf verschiedene Zufriedenheitsdimensionen im Vergleich zu anderen Stresssorgen. Die im Projekt zu konkretisierenden \u00dcberlegungen zur betrieblichen Arbeitszeitpolitik orientieren sich am organisationstheoretischen ressource dependence approach (Matiaske\/Leblibici\/Kabst 2008).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hsu-hh.de\/ipa\/wp-content\/uploads\/sites\/683\/2018\/06\/projekt-alhaba-steckbrief.pdf\">Projektsteckbrief<\/a><\/p>\n<h3>Projektergebnisse<\/h3>\n<p>Auf Basis des sozio-oekonomischen Panels (SOEP) werden Gr\u00fcnde, L\u00f6sungen und Folgen von Arbeitszeitdiskrepanzen &#8211; die Differenz zwischen gew\u00fcnschter und vereinbarter <abbr title=\"beziehungsweise\">bzw.<\/abbr> tats\u00e4chlicher Arbeitszeit &#8211; abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigter f\u00fcr den Zeitraum von 1993 bis 2014 ermittelt. Analysen der Lebensl\u00e4ufe zeigen, dass sich Arbeitszeitdiskrepanzen in spezifischen Sequenzen h\u00e4ufen. Es lassen sich pr\u00e4gende Variablen wie das Geschlecht, die aktuelle Form der Besch\u00e4ftigung und Merkmale des Haushalts identifizieren. Es \u00fcberwiegen Verk\u00fcrzungs- (bei 46 % der Stichprobe in 2014) gegen\u00fcber den insbesondere von Frauen ge\u00e4u\u00dferten Verl\u00e4ngerungsw\u00fcnschen (bei 15 %), wobei letztere im Beobachtungszeitrum zugenommen haben. Verk\u00fcrzungsw\u00fcnsche, die f\u00fcr die Individuuen mit Stress einhergehen, k\u00f6nnen innerhalb eines Jahres von rund einem Viertel weitgehend umgesetzt werden. Verl\u00e4ngerungsw\u00fcnsche sind von einem Drittel in Jahresfrist realisierbar. Dabei spielen strukturelle Merkmale wie die Betriebsgr\u00f6\u00dfe ebenso eine Rolle wie insbesondere auch die Ma\u00dfnahmenb\u00fcndel der Arbeitszeitflexibilisierung, die Frauen- und M\u00e4nnerbranchen typisierend unterscheiden wie Fallstudien und multivariate Analysen von Betriebsdaten belegen.<\/p>\n<h3>F\u00f6rderung<\/h3>\n<p>Hans-B\u00f6ckler-Stiftung, Laufzeit 2015-2019<\/p>\n<h3>Beteiligte Wissenschaftlerinnen<\/h3>\n<p><abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Axel Czaya; <abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Doris Holtmann; Prof.\u00a0<abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Wenzel Matiaske<\/p>\n<h3>Projektpartner<\/h3>\n<p>Helmut-Schmidt-Universit\u00e4t, Hamburg (Projektleitung),\u00a0Institut f\u00fcr Personal und Arbeit (IPA),\u00a0Prof. <abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Wenzel Matiaske<\/p>\n<p>Deutsches Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW Berlin),\u00a0<abbr title=\"Privatdozent\">PD<\/abbr> <abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Elke Holst<\/p>\n<p>Institut f\u00fcr empirische Sozial- und Wirtschaftsforschung (INES Berlin),\u00a0<abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Tanja Schmidt &amp; <abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Verena Tobsch<\/p>\n<p>Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut\u00a0(WSI D\u00fcsseldorf),\u00a0<abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Hartmut Seifert, Senior Research Fellow am WSI<\/p>\n<h3>Publikationen<\/h3>\n<p>Holst, E.; Bringmann, J. (2016): Arbeitszeitrealit\u00e4ten und Arbeitszeitw\u00fcnsche in Deutschland: Methodische Unterschiede ihrer Erfassung im SOEP und Mikrozensus. DIW Discussion Papers, No. 1517, Berlin: DIW.<\/p>\n<p>Holst, E.; Bringmann, J. (2017): <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.549702.de\/diw_roundup_106_de.pdf\" rel='nofollow'>Arbeitszeitw\u00fcnsche von Besch\u00e4ftigten: eine Black Box?. Zu Unsch\u00e4rfen der Ermittlung von Unter- und \u00dcberbesch\u00e4ftigung<\/a>. DIW Roundup 106, Berlin: DIW.<\/p>\n<p>Matiaske, W.; Schmidt,\u00a0T.; Seifert,\u00a0H. und V. Tobsch (2017):\u00a0Arbeitszeitdiskrepanzen und Zufriedenheit mit Arbeit und Gesundheit von\u00a0Frauen und M\u00e4nnern. In: WSI-Mitteilungen, 70. <abbr title=\"Jahrgang\">Jg.<\/abbr>, H. 4., S. 287\u2013295.<\/p>\n<p>Rengers, M.;\u00a0 Bringmann, J.; Holst, E. (2017): <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Publikationen\/WirtschaftStatistik\/2017\/04\/ArbeitszeitenArbeitszeitwuensche_042017.pdf,\" rel='nofollow'>Arbeitszeiten und Arbeitszeitw\u00fcnsche: Unterschiede zwischen Mikrozensus und SOEP.\u00a0In: Wirtschaft und Statistik,<\/a> H. 4, S. 11-43.<\/p>\n<p>Tobsch, V.; Matiaske, W.; Holst, E.; Schmidt, T. und H. Seifert (2018):\u00a0<a href=\"https:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.579468.de\/diw_sp0960.pdf\" rel='nofollow'>Mehr oder weniger arbeiten? Es kommt darauf an, wie man\u00a0fragt. Methodische Aspekte der Pr\u00e4ferenzmessung gew\u00fcnschter Arbeitszeiten.<\/a> SOEP papers on Multidisciplinary Panel Data Research, No. 960, Berlin: DIW.<\/p>\n<p>Seifert, H.; Holst, E.; Matiaske, M. und V. Tobsch (2016): Arbeitszeitw\u00fcnsche und ihre Realisierung. In: WSI-Mitteilungen, 69. Jg, H. 4, S. 300-308.<\/p>\n<p>Seifert, H.; Tobsch, V. (2016): Arbeitszeiten zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Insbesondere Frauen in Teilzeit w\u00fcrden gerne l\u00e4nger arbeiten. In: frau geht vor, H. 3, S. 10-12.<\/p>\n<h3>Vortr\u00e4ge<\/h3>\n<p>Holst, E.; Bringmann, J. (2016): Capturing actual work hours and preferred work hours in Germany &#8211; Methodological differences in SOEP and Mikrozensus. DIW Cluster Seminar, 20. April 2016, DIW Berlin.<\/p>\n<p>Holst E.; Bringmann, J. (2017): Capturing actual work hours and preferred work hours in Germany &#8211; Methodical differences in SOEP and the Mikrozensus. 7th Conference of the European Survey Research, Association (ESRA), Session &#8222;Response format &amp; response behaviour&#8220;, 17-21. Juli 2017, Lissabon.<\/p>\n<p>Holst, E.; Bringmann, J. (2017): Capturing actual work hours and preferred work hours in Germany. An unsolved methodical challenge illustrated by differences in SOEP and the Mikrozensus. International Research Workshop Exploring the Dynamics of Organizational Working Time Regimes: Managerial, Occupational, and Institutional Perspectives on Extreme Work, 29-31. M\u00e4rz 2017, Universit\u00e4t Graz.<\/p>\n<p>Bringmann, J.; Holst, E.; Matiaske, W. (2017): Datengrundlagen der Arbeitszeiterfassung: Gew\u00fcnschte &amp; durchschnittlich geleistete Arbeitszeit. Arbeitskreis Arbeitszeit der HBS, 07.11.2017, D\u00fcsseldorf.<\/p>\n<p>Matiaske, W. (2017): Arbeitszeitdiskrepanzen: Methodische Besonderheiten der\u00a0Erfragung von Arbeitszeitw\u00fcnschen in SOEP und MZ. Januar 2017, Leuphana Universit\u00e4t L\u00fcneburg.<\/p>\n<p>Matiaske, W. (2017):\u00a0Arbeitszeitw\u00fcnsche &#8212; ein umk\u00e4mpftes Feld. Mai 2017,\u00a0Interdisziplin\u00e4res Kolloquium &#8222;Zeit &amp; Zeitgeist&#8220;,\u00a0Europa-Universit\u00e4t Flensburg.<\/p>\n<p>Matiaske, W.; Beermann, B. (2017): The collection of data on working time preferences. Herbstworkshop der WK Pers im VHB,\u00a021.\/22. September 2017, Universit\u00e4t Paderborn.<\/p>\n<p>Matiaske, W.; Schmidt, T.;\u00a0Seifert, H. und V. Tobsch\u00a0(2017): Arbeitszeitdiskrepanzen und Zufriedenheit mit Arbeit und\u00a0Gesundheit von Frauen und M\u00e4nnern. Herbstworkshop der WK Pers im VHB, 21.\/22. September 2017, Universit\u00e4t Paderborn.<\/p>\n<p>Schmidt,\u00a0T.; Tobsch, V.; Kedenburg,\u00a0O. und W. Matiaske (2018):\u00a0Personalwirtschaftliche Instrumente und Arbeitszeitdiskrepanzen von Besch\u00e4ftigten. Konferenzbeitrag.\u00a0 16. Jahrestagung des AK\u00a0EMPOR, 22.\/23. November 2018, Universit\u00e4t Salzburg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arbeitszeitdiskrepanzen im Lebensverlauf (ALHabA) Das Projekt \u201eALHabA\u201c ist ein Verbundprojekt des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), der Helmut-Schmidt-Universit\u00e4t, Hamburg, des Instituts f\u00fcr empirische Sozial- und Wirtschaftsforschung (INES Berlin) und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1331,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-1170","page","type-page","status-publish","hentry","category-forschung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/ipa\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1170","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/ipa\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/ipa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/ipa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1331"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/ipa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1170"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/ipa\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1170\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3009,"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/ipa\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1170\/revisions\/3009"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/ipa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1170"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/ipa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1170"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/ipa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1170"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}