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Meilensteine

1972 Gründung als „Hochschule der Bundeswehr Hamburg“

1973 Beginn des Lehrbetriebs

1976 Verleihung der ersten Diplome

1978 Promotions- und Habilitationsrecht

1985 Umbenennung in „Universität der Bundeswehr Hamburg“

2001 Erste weibliche Studenten

2002 Erster ziviler Student

2003 Umbenennung in „Helmut-Schmidt-Universität“

2007 Einführung gestufter Studienabschlüsse B.A./M.A.

 


Geschichte

Die Helmut-Schmidt-Universität ist eine von zwei Universitäten der Bundeswehr. Ihre Gründung im Jahr 1972 als „Hochschule der Bundeswehr Hamburg“ geht auf die Initiative des damaligen Verteidigungsministers Helmut Schmidt zurück, dessen Namen sie 2003 erhielt.

Helmut Schmidt und Egon Bahr während der 20-Jahr-Feier der UniBw Hamburg 1993
Helmut Schmidt und Egon Bahr (re.) während der 20-Jahr-Feier 1993

Ein wissenschaftliches Studium mit allgemein anerkanntem Abschluss als integraler Bestandteil der Offizierausbildung wurde eingeführt, um mehrere Ziele zu erfüllen: Zum einen sollte dadurch die Qualifikation des Offiziers angesichts der immer komplexer werdenden Anforderungen in seinen beruflichen Tätigkeitsfeldern auf eine wissenschaftliche Grundlage gestellt werden. Zum anderen erfüllt ein gebildeter Offizier das Konzept der „Inneren Führung“ und das Leitbild des „Staatsbürgers in Uniform“: eines Soldaten, der für sich und für andere verantwortlich denkt und handelt. Zugleich sollte durch die akademische Bildung die Attraktivität des Offizierberufs erhöht werden: die Zeitsoldaten werden dadurch auf ihre zivile Karriere nach Ende ihrer 13-jährigen Dienstzeit vorbereitet.

Erste Sitzung des Akademischen Senats der HSBw Hamburg
Erste Sitzung des Akademischen Senats mit dem Gründungspräsidenten Prof. Dr. Thomas Ellwein (re.)

Wieso wurden diese Ziele nicht mit Hilfe öffentlicher Universitäten verwirklicht? Dagegen sprach, dass nicht genügend Studienplätze für die Bundeswehr zur Verfügung gestellt werden konnten und keine der Universitäten in der Lage war, die Verwirklichung einer verkürzte Studienzeit zu garantieren. Außerdem konnte so eine außergewöhnliche Kombination an unterschiedlichen Fakultäten an einer Universität vereint werden: Geistes-, Ingenieurs-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften finden sich unter dem Dach einer einzigen Hochschule wieder.

Luftaufnahme vom Rohbau des Hauptgebäudes 1974
Luftbild vom Bau des Hauptgebäudes 1974

Die Vielfalt der unterschiedlichen Fachrichtungen ermöglicht einen weiteren einzigartigen Charakterzug der Universitäten der Bundeswehr: Die fächerübergreifende Vernetzung der Studienfächer durch sogenannte „Interdisziplinäre Studienanteile“ (ISA). Sie sind obligatorischer Bestandteil aller angebotenen Studiengänge. Aufgabe der ISA ist es, Reflexions-, Analyse- und Handlungskompetenzen zu vermitteln und zu verantwortungsvollem Entscheiden und Handeln in Politik, Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft und Technik zu befähigen.

Student in seinem Zimmer im Wohnheim 2010
Student in seinem Wohnheimzimmer

Seit Beginn des Lehrbetriebs 1973 mit 300 studierenden Offizieranwärtern und der Verleihung der ersten Diplome 1976 hat sich vieles verändert. 1978 erhielt die Universität das Promotions- und Habilitationsrecht und 1985 die Bezeichnung „Universität der Bundeswehr Hamburg“. Die ersten weiblichen Studenten kamen 2001 an die Universität, gefolgt von den ersten zivilen Stipendiat-Studenten 2002. Im Rahmen der Schaffung eines gemeinsamen europäischen Hochschulraumes durch den Bologna-Prozess wurde 2007 das gesamte Studienangebot auf die Abschlüsse Bachelor und Master umgestellt.

Studierende während eines Sprachkurses 2010
Studierende während eines Sprachkurses

Mittlerweile ist die Universität mit rund 2.500 Studentinnen und Studenten und mehr als 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte Dienststelle der Bundeswehr in der Hansestadt. Unverändert ist und bleibt, dass die Helmut-Schmidt-Universität in Aufgaben, Struktur und Rechten nach den Maßgaben des hamburgischen Landesrechts organisiert ist. Forschung und Lehre sind frei, ihre akademischen Angelegenheiten verwaltet die Universität selbst.

Studierende in Uniform 2010
Studierende in Uniform

Text: Laura Kumlehn. Fotos: Archiv (3), Reinhard Scheiblich (3)

Stand dieser Seite: 03.06.2014 - 10:14:24 | Impressum | Datenschutzerklärung | Druckdatum: 21.10.2017 - 14:19:08

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