{"id":1078,"date":"2022-11-30T11:18:39","date_gmt":"2022-11-30T10:18:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/histec\/?page_id=1078"},"modified":"2022-11-30T11:34:03","modified_gmt":"2022-11-30T10:34:03","slug":"pd-dr-christopher-neumaier","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/histec\/pd-dr-christopher-neumaier","title":{"rendered":"PD Dr. Christopher Neumaier"},"content":{"rendered":"\n\n\n\n\n<h3>Kontakt<\/h3>\n\n\n<script type=\"application\/ld+json\">[{\"@context\": \"https:\/\/www.schema.org\",\"@type\": \"Person\",\"name\": \"PD Dr. Christopher Neumaier\",\"worksFor\": [{\t\"@type\": \"Organization\",\t\"name\": \"Helmut-Schmidt-Universit\u00e4t \/ Universit\u00e4t der Bundeswehr Hamburg\",\t\"url\": \"https:\/\/www.hsu-hh.de\"}],\"image\": \"https:\/\/www.hsu-hh.de\/histec\/wp-content\/uploads\/sites\/734\/2019\/06\/neumaier_homepage-klein-150x150.jpg\",\"telephone\": \"\",\"faxNumber\": \"\",\"email\": \"\"}]<\/script><div class=\"clearfix\"><\/div><div class=\"ansprechparter-container \" style=\"margin-top:1em; \"><div class=\"row ansprechpartner-item ansprechparter-header\" ><div class=\"col-xs-8 col-lg-12\" style=\"margin-bottom: 30px;\"><h3 class=\"ansprechparter-headline\">PD Dr. Christopher Neumaier<\/h3><\/div><\/div><div class=\"col-md-4 col-lg-3 col-xs-4 ansprechpartner-item floatright img-circle center-block\" style=\"margin-bottom: 30px;\"><div class=\"img-responsive-wrapper\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.hsu-hh.de\/histec\/wp-content\/uploads\/sites\/734\/2019\/06\/neumaier_homepage-klein-150x150.jpg\" alt=\"neumaier\" class=\"img-circle img-responsive center-block\" \/><\/div><\/div><\/div><div class=\"clearfix\"><\/div>\n\n\n\n\n\n\n<h3>CV<\/h3>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<h3>Publikationen<\/h3>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<h3>Aktuelles Forschungsprojekt<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>1.&nbsp;&nbsp;&nbsp; Leistungsf\u00e4higkeit und Belastungsgrenzen: (digitales) Produktdesign und sich wandelnde Arbeitsanforderungen in der Hightech-Industrie seit den 1970er-Jahren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In den 1970er Jahren nahmen zeitgen\u00f6ssische Beobachterinnen und Beobachter einen grunds\u00e4tzlichen Wandel der Arbeitsanforderungen wahr: Nicht mehr Industriearbeit, sondern \u201eWissen\u201c determiniere die wirtschaftliche Leistungsf\u00e4higkeit, lautete eine damalige Deutung. Damit kam es zu einer Aufwertung von geistiger Arbeit. K\u00f6rperliches Arbeiten \u2013 in Form von sich wandelnden motorischen Anforderungen, die zudem stets mit den kognitiven F\u00e4higkeiten verkn\u00fcpft sind \u2013 pr\u00e4gte gleichwohl weiterhin den Arbeitsalltag in Industrie- und Angestelltenberufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgehend von diesem Zusammenhang diskutiert das Projekt, wie sich in der Bundesrepublik seit den 1970er Jahren die Arbeitsanforderungen beim Design von Produkten in den Hightech-Industrien der Automobilfertigung, der Pharmazie sowie der Informations- und Kommunikationstechnik verschoben und welche Folgen dies f\u00fcr die Leistungsf\u00e4higkeit, aber auch die Belastungsgrenzen der Besch\u00e4ftigten hatte. Dabei geht es einerseits um die Wahrnehmung und Bewertung des Wandels durch Experten. Zun\u00e4chst wird daher untersucht, wie Wissenschaftler und Industrievertreter die Ver\u00e4nderungen bei der Entwicklung und des Designs von Produkten \u2013 gerade im Hinblick auf die einsetzende Digitalisierung \u2013 beschrieben und konzipierten. Zudem wird gefragt, mit welchen Methoden beide Akteursgruppen die Leistungsf\u00e4higkeit bei k\u00f6rperlicher und geistiger Arbeit ma\u00dfen und bewerteten. In welchen Bereichen sahen sie Rationalisierungspotenziale, aber auch Belastungsgrenzen? Zweitens soll das Projekt diesen Zugriff mit der Sozialgeschichte von arbeitenden Menschen verkn\u00fcpfen, indem die Ver\u00e4nderungen in der Arbeitswelt in den Blick genommen werden: Welche Ma\u00dfnahmen zur Regulierung und Steuerung der arbeitenden Subjekte wurden auf dieser Basis in Betrieben implementiert? Wie sollten so Belastungsgrenzen \u00fcberwunden und die Leistungsm\u00f6glichkeiten gesteigert werden? Darauf aufbauend wird analysiert, wie sich die Debatten und Ma\u00dfnahmen auf das Verhalten der betroffenen Arbeiter und Angestellten auswirkten und \u00f6ffentlich verhandelt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der inhaltliche Fokus des Projekts liegt auf drei unterschiedlichen Unternehmensbereichen und Berufsgruppen: 1) den Ingenieuren, Wissenschaftlern und <abbr title=\"Informationstechnologie\">IT<\/abbr>-Experten in Forschung und Entwicklung; 2) den Angestellten im Marketing und Controlling; 3) den Arbeitern in ausgew\u00e4hlten Zweigen der Fertigung. Um die Spezifika der Entwicklungen in Deutschland erfassen zu k\u00f6nnen, soll die Arbeit als asymmetrischer Vergleich angelegt werden, der immer wieder Bezug nimmt auf die DDR sowie die USA und Frankreich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.&nbsp;&nbsp;&nbsp; Familie im 20. Jahrhundert. Konflikte um Ideale, Politiken und Praktiken<\/strong><br>Das Forschungsprojekt untersucht, wie zwischen dem 19. und dem sp\u00e4ten 20. Jahrhundert um das Verst\u00e4ndnis von \u201eder\u201c Familie gerungen wurde, in welche rechtlichen und politischen Rahmen die Debatten eingebettet waren und wie sich die familialen Praktiken hierzu verhielten. Es werden sowohl die langen Linien der Ver\u00e4nderungen als auch der Einfluss bestimmter historischer Konstellationen ermittelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Aushandlungsprozesse behandelten die Funktionen der Institution Familie f\u00fcr die Gesellschaft wie auch die Bedeutung einer Familiengemeinschaft auf dem individuellen Lebensweg. Damit verkn\u00fcpft war die Vorstellung, dass \u201edie\u201c Familie eine Ordnungsfunktion \u00fcbernehme und als Schutzraum firmiere, der Sicherheit und Stabilit\u00e4t spende. Die Familie integriere so die Individuen in die jeweilige Gesellschaftsordnung, lautete ein Diktum. Allerdings divergierten die Ansichten dar\u00fcber, was eine Familie sei, wie die Aufgabenverteilung in der Familie geregelt werden m\u00fcsse und welche Funktionen eine Familie \u00fcbernehme. Die Ansichten hierzu ver\u00e4nderten sich nicht radikal und pl\u00f6tzlich, wie in einer stillen Revolution. Vielmehr verlief der Wandel graduell und war eingebettet in langfristige konfliktbehaftete Aushandlungsprozesse, weshalb er sich wie eine laute Evolution vollzog.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wird argumentiert, dass sich die Sozialstruktur der Familie in den 1970er Jahren weitaus weniger stark wandelte, als die zeitgen\u00f6ssische Debatte auf den ersten Blick vermuten l\u00e4sst. Stattdessen m\u00fcssen die Ver\u00e4nderungen beim Reden \u00fcber \u201eFamilie\u201c und den rechtlichen Rahmenbedingungen verortet werden. Zudem wird gezeigt, wie die Austauschbeziehung zwischen sozialen Praktiken und Idealen entscheidend vom politischen System abhing. So ver\u00e4nderten sich in den demokratischen Gesellschaften der Weimarer Republik und der Bundesrepublik als Erstes die sozialen Praktiken in gesellschaftlichen Teilgruppen sowie partiell auch die gesamtgesellschaftlich gef\u00fchrten und \u00f6ffentlich verhandelten Diskurse um die Familienideale. In autorit\u00e4ren Regimen, wie dem Dritten Reich und der DDR, wandelten sich demgegen\u00fcber zun\u00e4chst die politisch gesetzten Diskurse \u00fcber Familienideale und im Anschluss wurden die institutionellen Rahmenbedingungen durch Gesetzesreformen an die neuen Leitlinien angepasst. Gleichwohl erfolgte auch in Demokratien eine Wertsetzung \u00fcber Gesetzesreformen, wie exemplarisch anhand der Debatten um die Reform des Familien- und Scheidungsrechts in den 1970er Jahren gezeigt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Projekt resultierte die Habilitationsschrift \u201eFamilie im 20. Jahrhundert. Konflikte um Ideale, Politiken und Praktiken\u201c <a href=\"https:\/\/www.degruyter.com\/view\/product\/524675?rskey=NSLhKR&amp;result=1\" rel='nofollow'>Link zum Buch<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Sie erschien im September 2019 bei&nbsp;De Gruyter Oldenbourg.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<h3>Weitere Links<\/h3>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/zzf-potsdam.de\/de\/mitarbeiter\/christopher-neumaier\" rel='nofollow'>Zzf-Potsdam<\/a><\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kontakt CV Publikationen Aktuelles Forschungsprojekt 1.&nbsp;&nbsp;&nbsp; Leistungsf\u00e4higkeit und Belastungsgrenzen: (digitales) Produktdesign und sich wandelnde Arbeitsanforderungen in der Hightech-Industrie seit den 1970er-Jahren In den 1970er Jahren nahmen zeitgen\u00f6ssische Beobachterinnen und Beobachter [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2503,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-1078","page","type-page","status-publish","hentry","category-forschung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/histec\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1078","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/histec\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/histec\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/histec\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2503"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/histec\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1078"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/histec\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1078\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1088,"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/histec\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1078\/revisions\/1088"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/histec\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1078"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/histec\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1078"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/histec\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1078"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}