Martin Schmitt

 

Martin Schmitt

 

Martin Schmitt
Raum:
2116
Telefon:
(040) 6541-3817
Besucheranschrift
Helmut-Schmidt-Universität
Gebäude H1
Holstenhofweg 85
22043 Hamburg
Postanschrift
Helmut-Schmidt-Universität
Fakultät für Geites- und Sozialwissenschaften
Neuere Sozial-, Wirtschafts- und Technikgeschichte
Postfach 70 08 22
22008 Hamburg

seit 10/2018
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bundeswehr-Universität Hamburg

seit 03/2018
Assoziierter Doktorand am ZZF Potsdam

9/2017
Stipendiat am ZZF Potsdam im Projekt „Aufbrüche in die Digitale Gesellschaft. Die Computerisierung in der BRD und DDR“

2017
Ernennung zum Vice Chair der IFIP Working Group 9.7 „History of Computing“

2016
Auszeichnung mit dem 2. Preis des Doktorandenforums des VHD und der Gerda Henkel Stiftung für die Posterpräsentation seines Promotionsprojekt „Die Digitalisierung der Kreditwirtschaft“

Auszeichnung mit dem Nachwuchsförderpreis Kommunikationsgeschichte 2016 der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuk) für die Magisterarbeit: „Die Frühgeschichte des Internet“.

2015
Lehrbeauftragter der Universität Potsdam, Philosophische Fakultät

06/2014 – 08/2017
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Aufbrüche in die Digitale Gesellschaft. Die Computerisierung in der BRD und DDR“, sowie Doktorand am ZZF Potsdam bei Prof. Frank Bösch

2009 – 2014
Hilfskraft / IT-Berater am Seminar für Zeitgeschichte, Eberhard Karls Universität Tübingen bei Prof. Anselm Doering-Manteuffel

2008
Forschungsaufenthalt unter Betreuung von Prof. Dr. Eckart Conze an der University of Cambridge

2007 – 2008
2009 – 2014
Bibliotheksangestellter an der Universitätsbibliothek Tübingen

10/2005 – 05/2014
Magisterstudium der Neueren und Neusten Geschichte mit den Nebenfächern Politik und Informatik an der Eberhard Karls Universität Tübingen und der Universidad Complutense de Madrid

Magisterarbeit: „Die Frühgeschichte des Internet. Vom ARPANET als kybernetischem System zum Internet als Ausbruch aus geschlossenen Welten.“

1984
Geboren in Ludwigsburg

Verfasste Bücher

Internet im Kalten Krieg. Eine Vorgeschichte des globalen Kommunikationsnetzes. transcript Verlag, Bielefeld 2016.

Aufsätze

The future of digital banking: German savings banks in East- and West-Germany. In: Dick van Lente (Hg.): Prophets of computing: visions of society transformed by computing. (forthcoming 2019)

Second life of a US army computer: The import of western information technology in GDR’s financial sector in 1965. In: Christopher Leslie (Hg.): Histories of Computing in Eastern Europe. (forthcoming)

Vernetzte Bankenwelt. Computerisierung in der Kreditwirtschaft der Bundesrepublik und der DDR. In: Frank Bösch (Hg.): Wege in die digitale Gesellschaft: Computernutzung in der Bundesrepublik 1955-1990, Göttingen 2018. S. 126-147.

Der Wert des Kunden. Computerisierung in bundesdeutschen Sparkassen am Beispiel der Privatkreditvergabe, in: Bösch, Frank; Sabrow, Martin: ZeitRäume 2017 (=Potsdamer Almanach des Zentrums für Zeithistorische Forschung), Göttingen, S. 119–134.

Der informationelle Mensch / The informational men, in: Martin Degeling, Julius Othmer, Andreas Weich, Bianca Westermann (Hg.): Profile. Interdisziplinäre Beiträge, Lüneburg 2017, S. 59-80, http://meson.press/books/profile/

The code of banking. Software as the Digitalization of German Savings Banks, in: Tatnall, Arthur/Leslie, Christopher (Hgg.): International communities of invention and innovation (= IFIP Advances in Information and Communication Technology 491), New York, NY. 2016, S. 141–164, http://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-319-49463-0_10

Digitalgeschichte Deutschlands. Ein Forschungsbericht. In: Technikgeschichte 83, Heft 1 (2016), S. 33 – 70 [mit Julia Erdogan, Thomas Kasper, Janine Funke]

Rezensionen | Tagungsberichte

Rezension zu: Haigh, Thomas et. al.: ENIAC in action: making and remaking the modern computer (=History of computing), Cambridge, MA; London, 2016, in: Technikgeschichte 85, Heft 1 (2018), S. 77-78.

Rezension zu: Yost, Jeffrey R.: Making IT Work. A History of the Computer Services Industry. Cambridge 2017 , in: H-Soz-Kult, 01.03.2018, www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-27807

Tagungsbericht: Computing is Work!, 06.07.2017 – 08.07.2017 Siegen, in: H-Soz-Kult, 09.08.2017, www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7284

Tagungsbericht: 30 Jahre Transmediale – immer noch flüchtig? 02.05.2017 – 05.02.2017 Berlin, in: Zeitgeschichte-online, Februar 2017, http://www.zeitgeschichte-online.de/kommentar/30-jahre-transmediale-immer-noch-fluechtig

Tagungsbericht: HT 2016: Wege in die Computergesellschaft. Folgen digitaler Datenerfassung seit den 1950er Jahren, 20.09.2016 – 23.09.2016 Hamburg, in: H-Soz-Kult, 15.10.2016, http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6755

Tagungsbericht: Die Zukunft der Digitalgeschichte, 10.06.2016 – 12.06.2016 Siegen, in: H-Soz-Kult, 05.10.2016, http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6727

Identität im Digitalen Zeitalter. Ausstellungsbesprechung „Nervöse Systeme – Quantifiziertes Leben und die soziale Frage“. In: Zeitgeschichte-online, [April 2016], http://www.zeitgeschichte-online.de/geschichtskultur/identitaet-im-digit…

Kline, Ronald R.: The Cybernetics Moment. Or Why We Call Our Age the Information Age. Baltimore 2015 , in: H-Soz-Kult, 25.02.2016, http://www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-25216.

Tagungsbericht: Utopie & Alltag. Perspektiven auf Ideal und Praxis im 20. Jahrhundert, 23.04.2015 – 24.04.2015 Potsdam, in: H-Soz-Kult, 29.05.2015, http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-5995, (gem. mit Janine Funke, geb. Noack)

Clemens Apprich / Felix Stalder (Hgg.): Vergessene Zukunft. Radikale Netzkulturen in Europa, Bielefeld: transcript 2012, in: sehepunkte 13 (2013), Nr. 5, 15.05.2013, www.sehepunkte.de/2013/05/21457.html

Die Digitalisierung der Kreditwirtschaft

Dissertationsprojekt

Der digitale Wandel veränderte das Bankwesen in Deutschland von Grund auf. Das Ziel des Dissertationsprojektes ist es, die Wechselwirkungen des Computereinsatzes von Sparkassen in Ost- und Westdeutschland mit sozio-ökonomischen Entwicklungen im Verlauf der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu analysieren.

 

Seit der Entstehung der Kreditwirtschaft war es eine ihrer Kernfunktionen, Daten zu sammeln und zu verarbeiten. Mit der Einführung des Computers seit den frühen 1960er-Jahren erfuhr die Datenverarbeitung in der Branche nochmals einen kräftigen Schub. Banken fungierten dabei als Prozessoren der Computerisierung in Deutschland. Sie waren der Ort, an dem die ökonomischen Daten in immer größeren Mengen verarbeitet wurden. Sie bildeten Rechenzentren für kommunale Unternehmen oder brachten sie durch Kreditvergabe und den bargeldlosen Zahlungsverkehr dazu, Computertechnologie anzuschaffen. Gleichzeitig transportierten sie die Technologie in den Alltag der Menschen. Kunden wie auch die Bankmitarbeiter/innen sahen sich in den Filialen erstmals mit Computertechnik konfrontiert.

Vier Schwerpunkte lassen sich in dieser Entwicklung herausarbeiten: Erstens die steigende Bedeutung von Software gegenüber der Hardware. Zweitens die zunehmende Vernetzung über den Raum hinweg. Drittens eine rasante Beschleunigung des Taktes von Wirtschaft und Gesellschaft. Viertens die Flexibilisierung von Arbeitsprozessen, Produkten, Organisationsabläufen wie auch Alltagshandlungen. Methodisch soll zur Beantwortung der Fragestellung eine gesellschafts- mit einer wirtschaftshistorischen Perspektive unter Berücksichtigung technologischer Entwicklungen in einer Perspektive der „Digitalgeschichte“ verbunden werden.

HSU

Letzte Änderung: 9. Januar 2019