{"id":2813,"date":"2025-02-15T11:04:44","date_gmt":"2025-02-15T10:04:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/hisost\/?page_id=2813"},"modified":"2026-06-08T17:13:55","modified_gmt":"2026-06-08T15:13:55","slug":"hajo-raupach-m-a-forschung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/hisost\/hajo-raupach-m-a-forschung\/","title":{"rendered":"Hajo Raupach, M.A. \u2013 Forschung"},"content":{"rendered":"<script type=\"application\/ld+json\">[{\"@context\": \"https:\/\/www.schema.org\",\"@type\": \"Person\",\"name\": \"Hajo Raupach\",\"worksFor\": [{\t\"@type\": \"Organization\",\t\"name\": \"Helmut-Schmidt-Universit\u00e4t, Geb\u00e4ude H1, Holstenhofweg 85\",\t\"url\": \"https:\/\/www.hsu-hh.de\"\t, \"department\": {\"@type\": \"Organization\",\t\t\t\t\t\"name\": \"Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas\",\t\t\t\t\t\"location\": {\t\t\t\t\t\t\"@type\": \"PostalAddress\",\t\t\t\t\t\t\"addressLocality\": \"\",        \t\t\t\t\"postalCode\": \"\",        \t\t\t\t\"streetAddress\": \" , 22043 Hamburg\"\t\t\t\t\t}},\t\"location\": {\t\t\"@type\": \"PostalAddress\",    \t\"addressLocality\": \"\",    \t\"postalCode\": \"22008\",    \t\"postOfficeBoxNumber\": \"700822\"\t}   }],\"image\": \"https:\/\/www.hsu-hh.de\/hisost\/wp-content\/uploads\/sites\/832\/2021\/01\/Foto_HR1-e1610475272108-150x150.jpg\",\"telephone\": \"2550\",\"faxNumber\": \"\",\"email\": \"hajo.raupach@hsu-hh.de\"}]<\/script><div class=\"clearfix\"><\/div><div class=\"ansprechparter-container \" style=\"margin-top:1em; \"><div class=\"row ansprechpartner-item ansprechparter-header\" ><div class=\"col-xs-8 col-lg-12\" style=\"margin-bottom: 30px;\"><h3 class=\"ansprechparter-headline\">Hajo Raupach<\/h3><\/div><\/div><div class=\"col-md-4 col-lg-3 col-xs-4 ansprechpartner-item floatright img-circle center-block\" style=\"margin-bottom: 30px;\"><div class=\"img-responsive-wrapper\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.hsu-hh.de\/hisost\/wp-content\/uploads\/sites\/832\/2021\/01\/Foto_HR1-e1610475272108-150x150.jpg\" alt=\"Profilbild\" class=\"img-circle img-responsive center-block\" \/><\/div><\/div><div class=\"col-md-12 col-lg-3 col-xs-12 ansprechpartner-item kontakt floatright\" style=\"margin-bottom: 30px; \"><div class=\"row\"><div class=\"col-xs-12 col-sm-6 col-lg-12\"><div class=\"row\"><div class=\"col-xs-4 col-lg-4 row-text bold\" >Raum:<\/div><div class=\" row-text\">2321<\/div><\/div><\/div><div class=\"col-xs-12 col-sm-6 col-lg-12\"><div class=\"row\"><div class=\"col-xs-4 col-lg-4 row-text bold\">Telefon:<\/div><div class=\" row-text\">2550<\/div><\/div><\/div><div class=\"col-xs-12 col-sm-6 col-lg-12\"><div class=\"row\"><div class=\"col-xs-4 col-lg-4 row-text bold\">E-Mail:<\/div><div class=\"row-text\" style=\"overflow:hidden; word-break: break-word\"><a href=\"mailto:hajo.raupach@hsu-hh.de\" rel=\"nofollow\">hajo.raupach@hsu-hh.de<\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"col-md-6 col-lg-3 col-xs-12 ansprechpartner-item anschrift floatright\" ><div class=\"row-headline\">Besucheranschrift<\/div><div class=\"dataBesucheranschrift\" style=\"\"><div class=\"row-text\">Helmut-Schmidt-Universit\u00e4t<\/div><div class=\"row-text\">Geb\u00e4ude H1<\/div><div class=\"row-text\">Holstenhofweg 85<\/div><div class=\"row-text\">22043 Hamburg<\/div><div class=\"row-text\"><\/div><div class=\"row-text\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"col-md-6 col-lg-3 col-xs-12 ansprechpartner-item anschrift floatright\"><div class=\"row-headline\">Postanschrift<\/div><div class=\"dataPostanschrift\" style=\"\"><div class=\"row-text\">Helmut-Schmidt-Universit\u00e4t<\/div><div class=\"row-text\">Fakult\u00e4t GeiSo<\/div><div class=\"row-text\">Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas<\/div><div class=\"row-text\">Postfach 70 08 22<\/div><div class=\"row-text\">22008 Hamburg<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"clearfix\"><\/div>\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Forschung<\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Aktuelle Forschungsprojekte<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Postdoc-Projekt: Dimitrij Mendeleev, Viktor Ragozin und die kaukasische Pipelinefrage 1863-1905<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Text folgt in K\u00fcrze<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Artikelprojekt: Verschlissene Neubauten. Der Mikrorajon Chertanovo Severnoe als Chru\u0161\u010d\u00ebvka f\u00fcr das Jahr 2000<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4testens nach den Tauwetterjahren und dem immer weiter steigenden Konsumniveau trat die Sowjetunion in das Zeitalter des Massenkonsums ein. Daraus ergaben sich spezifische Probleme f\u00fcr die Moral der Bev\u00f6lkerung. Einerseits versprach man materielle Zugewinne und immer weitere Konsumm\u00f6glichkeiten, andererseits wollte man aber die private wirtschaftliche Initiative m\u00f6glichst gering halten, um den direkten machtpolitischen Zugriff auf die Bev\u00f6lkerung nicht zu verlieren. Man versuchte diesen Widerspruch aufzul\u00f6sen, indem man die neuen Konsumm\u00f6glichkeiten nach M\u00f6glichkeit in ein ideologisches Gewand h\u00fcllte. An dem Gelingen dieses Vorhabens hing nicht weniger als die Zukunft des sowjetischen Regimes. Der Wohnungsbau stellte den Bereich dar, in dem man am ehesten die gesteigerten Bed\u00fcrfnisse der Bev\u00f6lkerung erf\u00fcllen konnte und welchem gleichzeitig durch die pr\u00e4gende Wirkung des Alltags besonders f\u00fcr die Beeinflussung der Bev\u00f6lkerung Bedeutung zukam. Im Generalplan von 1971 wurden die Weichen f\u00fcr eine Wiederauflage der gro\u00dfen Wohnungsbauprogramme der 1950er und 1960er Jahre. In dem neuen Wohnrajon Chertanovo Severnoe wurde zudem ein Musterwohngebiet errichtet, das zum Leitstern der neuen Art des Lebens werden sollte. Der Artikel zeichnet den Prozess der Entstehung dieses neuen Wohnungsbauprogramms, insbesondere aber ihrer materiellen Repr\u00e4sentation in Moskau, nach.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Editionsprojekt: Der Heilige unter den Bibliographen &#8211; Das vergessene Verm\u00e4chtnis Fritz Theodor Epsteins<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Fritz Theodor Epstein (1898\u20131979) war Osteuropahistoriker, Professor an verschiedenen deutschen und amerikanischen Universit\u00e4ten, au\u00dfenpolitischer Analyst und ein fr\u00fcher Experte internationaler Beziehungen. Heute weitgehend vergessen, ist sein Leben doch in vielerlei Hinsicht paradigmatisch: als j\u00fcdischst\u00e4mmiger Wissenschaftler, an dessen Biographie sich die Schicksale im \u201eZeitalter der Extreme\u201c ablesen lassen, als Denker einer globalen Ordnung, der schon in den fr\u00fchen 1930er Jahren um eine Einbindung des neuen sowjetischen Staatengef\u00fcges in die Weltgemeinschaft warb, als Vertreter einer Globalgeschichte <em>avant la lettre<\/em>, der historische Ph\u00e4nomene nie isoliert, sondern immer in ihren transnationalen Bez\u00fcgen erkl\u00e4rte. Schlie\u00dflich, auch das ist typisch f\u00fcr das 20. Jahrhundert, ist Epstein ein Vertreter jener Biographien, denen Unrecht widerfuhr. Nicht nur bedeutete die Machtergreifung der Nationalsozialisten f\u00fcr ihn und seine Familie den Beginn einer mehrj\u00e4hrigen Zeit der Flucht und \u00f6konomischen Unsicherheit. Auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gelang es dem Emigranten nicht, erneut in seinem Heimatland Deutschland Fu\u00df zu fassen. Seine 1932 abgeschlossene Habilitationsschrift wurde nie gedruckt, und obwohl er mit entscheidenden Ver\u00f6ffentlichungen zur Geschichte der au\u00dfenpolitischen Beziehungen auch \u00fcber die Grenzen der osteurop\u00e4ischen Geschichte hinaus bekannt wurde, gelang es Epstein bis zu seiner Pensionierung nie, sich eine feste Stelle an einer deutschen Universit\u00e4t zu sichern. Das Projekt strebt die Ver\u00f6ffentlichung und Edition von Epsteins Habilitationsschrift in Zusammenarbeit mit der <em>Hoover Institution Library<\/em> an.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Beendete Forschungsprojekte<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Promotionsprojekt: <\/strong>&#8222;Der Neid der Anderen. Experimentelle Reformen der sowjetischen Planwirtschaft (1958-1991)&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Ver\u00f6ffentlichung ausstehend<\/p>\n\n\n\n<p>In meiner Dissertation analysiere ich verschiedene experimentelle Versuche, die sowjetische Planwirtschaft von unten zu reformieren. Das sowjetische System der Wirtschaftslenkung gilt, nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Zerfalls der Sowjetunion 1991, als wachstumshemmend und ineffizient. Verschiedene Versuche wechselnder sowjetischer Regierungen scheiterten daran, dieses System, das unter dem Diktator Stalin eingef\u00fchrt wurde, zu reformieren. W\u00e4hrend diese zentralen Reformversuche von der historischen Forschung bereits breit untersucht wurden, legt meine Arbeit den Fokus auf lokale Initiativen, denen es gelang, im System der Planwirtschaft eine hohe Arbeitsproduktivit\u00e4t und Effizienz zu erreichen. Dabei arbeite ich anhand von drei Fallbeispielen in der Russischen, Georgischen und Kasachischen Sowjetrepublik heraus, wie es \u00fcberhaupt zur Durchf\u00fchrung der Experimente kam und wie es gelang, die Effizienzprobleme der Planwirtschaft zu beheben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Einen besonderen Fokus lege ich in meiner Arbeit auf die Frage, wie Innovationen in der kollektivistisch gepr\u00e4gten Gesellschaft der Sowjetunion entstanden und welche Hindernisse sich bei der praktischen Umsetzung dieser Innovationen ergaben. Dabei kann ich anhand der Fallbeispiele aufzeigen, dass jeder Innovator in der Sowjetunion mit dem Problem des Neides konfrontiert war. Neid f\u00fchrt im wirtschaftlichen Kontext zu Sabotage, die wiederum den Preis f\u00fcr innovatives Verhalten f\u00fcr die Innovatoren in die H\u00f6he treibt. Aus diesem Dilemma fanden die Initiatoren der Wirtschaftsexperimente unterschiedliche Auswege. Insbesondere mussten Wege gefunden werden, wie m\u00f6glichst viele an den Erfolgen der Innovationen partizipieren konnten, um Gef\u00fchle des Neides und die mit ihnen einhergehenden negativen Begleiterscheinungen zu vermeiden. Wenn es den Initiatoren der Experimente gelang, ein Netzwerk der Gef\u00e4lligkeiten (blat) um die Innovationen aufzubauen, hatten sie Erfolg. Die mikrogeschichtliche Studie zeigt somit auf, dass es auch in der autorit\u00e4r gef\u00fchrten Sowjetunion mit ihrer schwerf\u00e4lligen Planwirtschaft m\u00f6glich war, erfolgreiche Reformen von unten durchzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Forschungsschwerpunkte<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wissenschaftsgeschichte der Sowjetunion<\/li>\n\n\n\n<li>Wirtschaftsgeschichte<\/li>\n\n\n\n<li>Architekturgeschichte<\/li>\n\n\n\n<li>Geschichte der Kybernetik<\/li>\n\n\n\n<li>Formen der Apokalypse<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Forschung Aktuelle Forschungsprojekte Postdoc-Projekt: Dimitrij Mendeleev, Viktor Ragozin und die kaukasische Pipelinefrage 1863-1905 Text folgt in K\u00fcrze Artikelprojekt: Verschlissene Neubauten. 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