Allgemeines

 

Die Professur für Hochfrequenztechnik an der Universität der Bundeswehr Hamburg wurde im April 1974 eingerichtet und von Herrn Prof. Dr.-Ing. H.G. Wäßerling bis zu dessen Ausscheiden im März 1990 geleitet. Am 01.10.1990 ging die Leitung der Professur an Herrn Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. W. Platte über. Mit diesem Wechsel verlagerten sich die Forschungsaktivitäten auf Bereiche der Mikrowellen- und Lichtwellenleiter-Optoelektronik, was durch die Umwidmung der Professur in „Hochfrequenztechnik und Optoelektronik“ dokumentiert ist. In Lehre und Forschung stehen dem Lehrstuhl drei Wissenschaftliche Assistenten sowie zwei technische Mitarbeiter zur Verfügung. Nach Erreichen seines 65. Lebensjahres wurde Prof. Platte zum 01.02.2008 pensioniert. Am 01.07.2009 ging die Leitung der Professur an Herrn Univ.-Prof. Dr.-Ing. C.G. Schäffer über.

 

Alle von der Professur angebotenen Lehrveranstaltungen beziehen sich auf den Bereich der Kommunikationstechnik für Studenten höherer Trimester im Hauptstudium Elektrotechnik. Dabei deckt die Grundvorlesung Hochfrequenztechnik I – II / Mikrowellentechnik (im 8.,9. und 10. Trimester) mit den zugehörigen Übungen und Praktika das Gebiet der klassischen Hochfrequenztechnik ab: Schaltungen aus passiven Bauelementen, Sende- und Empfängerschaltungen sowie die Mikrowellentechnik. Darüber hinaus werden optional folgende Vorlesungen angeboten: Optische Breitbandkommunikation, Antennen und Antennensysteme sowie Mikro- und Millimeterwellen-Photonik.

 

Die Professur für Hochfrequenztechnik arbeitet auf dem Gebiet der physikalischen Grundlagen für die Nachrichtensysteme der nächsten Generation. Das fachliche Spektrum umfasst nahezu alle Gebiete der Informationsübertragung und –gewinnung bei Frequenzen von 3 MHz bis hin zur Infrarotstrahlung. Forschungsschwerpunkte bilden Millimeterwellenphotonik, faseroptische Breitbandkommunikation, optische Umsetzung abhörsicherer Übertragungskanäle, photonische Biosensorik und HF-Radarsysteme. An der Professur realisierte Breitband-Wireless-Links konnten bereits 2010 10 GBit/s über eine Trägerfrequenz von 80 GHz übertragen. Mit derartigen Systemen lässt sich der Inhalt einer single layer Blu-ray disk in etwa 30 Sekunden übertragen. An der Professur entwickelte Designs für integriert-optische OFDM Demultiplexer Systeme ermöglichen faseroptischen Übertragung mehrerer TBit/s. Großer Wert wird auf die Kooperation mit externen Partnern gelegt. Zu den wichtigsten Partnern des Lehrstuhles zählen beispielsweise die Deutsche Telekom, ADVA optical networking SE, die TU Berlin oder das Kurt-Schwabe-Institut für Mess- und Sensortechnik.

 

Optoelektronische Ausstattung:

  • Bitfehlermesstechnik bis 2*12.5 GBit/s
  • Digitale Oszilloskope bis 80 Gsamples/s
  • Faseroptische Messtechnik für Komponenten
  • Polarisationsmesstechnik
  • Messtechnik für integriert optische Schaltungen
  • Hochaufgelöste optische Spektralanalyse
  • NIR Hochleistungslaserdioden bis 80 W cw, 120 W gepulst
  • Laserlabor Schutzklasse IV

 

Hochfrequenz- und mikrowellentechnische Ausstattung:

  • Vektor-Netzwerkanalysator 10 MHz – 67 GHz  / 110 GHz – 170 GHz
  • Vektor-Netzwerkanalysator
    • 45 MHz – 50 GHz  / 75 GHz – 110 GHz
    • bis 23 GHz   für optische Komponenten
  • Spektrum-Analysator 100 Hz – 40 GHz und 60 – 170 GHz (Oberwellenmischer)
  • HF-Absorberkabine DC – 35 GHz, Abmessungen H x B x T: 2,35 m x 2,30 m x 3,50 m
  • Antennen mit Antennträger für den Frequenzbereich 30 MHz – 18 GHz
  • Generatoren und Synthesizer bis 67 GHz und 75 GHz  – 170 GHz bei kleiner und mittlerer Leistung

 

Software:

Simulationsprogramme:

  • High Frequency Structure Simulator HFSS
  • CST Microwave Studio
  • EM Simulation Software FEKO

 

Softwareentwicklung:

  • Matlab

 

 

  • Unterstützung beim Design von Glasfasern
  • Charakterisierung von optischen Komponenten im Zeit- und Frequenzbereich
  • Dimensionierung von Multi-Gigabit/s Funksystemen

 

  • Beratung und Unterstützung in HF-Schaltungs – und HF-IC – Design 
  • Beratung und Unterstützung bei der Entwicklung :

faseroptischer Lösungen von EMV-Problemen
optoelektronisch gesteuerter Mikro- und Millimeterwellenkomponenten

 

  • Charakterisierung von Antennen

 

  • Anwendungsberatung und Dienstleistungen zu allen aufgeführten Forschungsgebieten / -projekten

 

HSU

Letzte Änderung: 17. Mai 2018