{"id":160,"date":"2018-02-09T11:27:21","date_gmt":"2018-02-09T10:27:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/bidrge\/?page_id=160"},"modified":"2018-02-09T11:27:21","modified_gmt":"2018-02-09T10:27:21","slug":"im-deutschen-kaiserreich-eine-bildungsgeschichte-von-1871-bis-1918","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hsu-hh.de\/bidrge\/im-deutschen-kaiserreich-eine-bildungsgeschichte-von-1871-bis-1918\/","title":{"rendered":"Im deutschen Kaiserreich \u2013 Eine Bildungsgeschichte von 1871 bis 1918"},"content":{"rendered":"<p>Leiterin: Prof. <abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Carola Groppe; Mitarbeiterin: Johanna Lauff, M. A.<\/p>\n<p><strong>Zusammenfassung des Projektberichts:<\/strong><\/p>\n<p>In diesem Projekt geht es um eine grundlegende Diskussion der Epoche des deutschen Kaiserreichs aus bildungshistorischer Sicht. Umgesetzt wird dies durch sozialisationshistorische Fallgeschichten, die aus einer Vielzahl an Selbstzeugnissen (insbesondere Briefwechsel mit je mehreren hundert Briefen aus einer Unternehmerfamilie) aus dem Kaiserreich erarbeitet werden und die in den Spannungsbogen zwischen den ersten beiden Jahrzehnten nach der Reichsgr\u00fcndung (1871-1890) und den darauffolgenden Jahrzehnten bis zum Ersten Weltkrieg (1890-1914) gestellt werden. Das Kaiserreich wurde von einem Agrarstaat zu einem hoch industrialisierten Staat, die Bev\u00f6lkerung wuchs von 41 Millionen zur Reichsgr\u00fcndung auf 65 Millionen 1910 an, aus acht St\u00e4dten mit \u00fcber 100.000 Einwohnern 1871 wurden bis 1910 48 St\u00e4dte, und Berlin besa\u00df kurz vor dem Ersten Weltkrieg bereits \u00fcber zwei Millionen Einwohner. Es ver\u00e4nderten sich die Institutionen, die Sozialstruktur, die Arbeitswelten, die Kultur, die \u00f6ffentlichen Interaktionsformen und die Lebensperspektiven in allen Schichten der Bev\u00f6lkerung. Die Gesellschaft des Kaiserreichs wurde in vieler Hinsicht plural, sie wurde in wachsendem Ma\u00df binnenmobil, sie wurde eine Einwanderungsgesellschaft und sie wurde eine Gesellschaft, in der sozialer Aufstieg und Emanzipation zunehmend realisierbar wurde. Besonderes Augenmerk richtet sich in den Fallstudien daher auf politische, soziale, \u00f6konomische und kulturelle Wandlungsprozesse und wie diese in Sozialisationsprozessen verarbeitet und mitgestaltet wurden. Im Schwerpunkt geht es um Fragen der Globalisierung und des Nationalbewusstseins (Handlungen und Interpretationen in nationalstaatlichen und globalen Zusammenh\u00e4ngen), zweitens um Geschlechterfragen (M\u00e4nnlichkeits- und Weiblichkeitsideale und deren Relation, geschlechtsbezogene Selbstpr\u00e4sentationen und Handlungsorientierungen) sowie drittens um den Themenkomplex Autorit\u00e4t (Anerkennung oder Ablehnung obrigkeitlicher Herrschaftsformen, Praktiken machtf\u00f6rmiger und hierarchischer Sozialbeziehungen), der ausgehend von der \u00e4lteren These Hans-Ulrich Wehlers von der grundlegend autorit\u00e4ren Matrix des Kaiserreichs gepr\u00fcft wird. Diese drei \u00fcbergeordneten Perspektiven werden jeweils auf s\u00e4mtliche Untersuchungsbereiche angewendet: Ehebeziehungen und Familienerziehung, schulische Sozialisation von Jungen und M\u00e4dchen, Milit\u00e4rzeit, Ausbildung und Beruf, Peer Groups. Die Ergebnisse des Projekts werden als Monographie im Sommer 2018 publiziert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leiterin: Prof. Dr. Carola Groppe; Mitarbeiterin: Johanna Lauff, M. A. Zusammenfassung des Projektberichts: In diesem Projekt geht es um eine grundlegende Diskussion der Epoche des deutschen Kaiserreichs aus bildungshistorischer Sicht. 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