FSPO BuErz mit 2. ÄO

Fachspezifische Studien- und Prüfungsordnung für den Bachelor-Studiengang und für den Master-Studiengang Bildungs- und Erziehungswissenschaft an der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften der Helmut-Schmidt-Universität/ Universität der Bundeswehr Hamburg

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(nichtamtliche Lesefassung)

Die Ordnung für den Bachelor-Studiengang und für den Master-Studiengang Bildungs- und Erziehungswissenschaft  wurde im Fakultätsrat beschlossen am 18.10.2012,

vom Akademischen Senat gebilligt am 08.11.2012,

durch die Behörde für Wissenschaft und Forschung der Freien und Hansestadt Hamburg am 06.12.2012 genehmigt,

durch das Bundesministerium der Verteidigung am 11.12.2012 genehmigt und

im Hochschulanzeiger Nr. 13/2012 veröffentlicht am 18.12.2012.

Änderung der Ordnung

Inhaltsverzeichnis

I.Ergänzende Bestimmungen

Zu § 2      Studienziele, Prüfungszweck, Akademische Grade

Zu § 4      Inhalt und Aufbau des Studiums

Zu § 5      Voraussetzungen für die Zulassung zum Studium

Zu § 7      Prüfungsausschüsse

Zu § 10    Zulassung zu Modulprüfungen

Zu § 11    Modulprüfungen

Zu § 13    Prüfungsformen

Zu § 14    Abschlussarbeiten

Zu § 15    Bewertung von Prüfungsleistungen und Notenbildung

Zu § 16    Wiederholung von Prüfungsleistungen

Zu § 23    Zeugnis, Urkunde und Diplomanhang

II.Anlagen

Anlage 1: Modul- und Prüfungsliste

Anlage 2: Studienablaufplan Bachelor- und Masterstudium BuErz

III. Inkrafttreten

Präambel

Diese Fachspezifische Studien- und Prüfungsordnung ergänzt die Regelungen der Allgemeinen Prüfungsordnung der  Helmut-Schmidt-Universität/Universität  der  Bundeswehr  Hamburg für Bachelor- und Master-Studiengänge vom 14. Juni 2012 in der jeweils geltenden Fassung.

I.  Ergänzende Bestimmungen

Zu § 2, Studienziele, Prüfungszweck, Akademische Grade

(1)   Im Bachelor-Studiengang und im Master-Studiengang eignen sich  die Studierenden unter Berücksichtigung der Anforderungen in der sich verändernden Berufswelt die erforderlichen  bildungs-  und  erziehungswissenschaftlichen  Kenntnisse,  Fähigkeiten und Methoden so an, dass sie zu wissenschaftlicher Arbeit und fundierter Urteilsfähigkeit, zu kritischer Einordnung der wissenschaftlichen Erkenntnisse und zu verantwortlichem Handeln in Beruf und Gesellschaft fähig sein werden.

(2)   1Im  Bachelor-Studiengang  erwerben  die  Studierenden  Grundkenntnisse,  Methoden, Frageperspektiven und Theorien der Bildungs- und Erziehungswissenschaft. 2Er führt zu einem ersten berufsqualifizierenden und wissenschaftlichen Abschluss des Studi- ums. 3Ziel des Studiums ist auch die Fähigkeit, das erworbene Wissen selbständig und berufsfeldspezifisch anzuwenden. 4Die Studierenden bereiten sich einerseits auf einen frühen Übergang in die Berufspraxis vor, andererseits erwerben sie auch die Befähigung für den anschließenden Master-Studiengang.

(3)   1Im  Master-Studiengang  erweitern und  vertiefen  die Studierenden  ihre zuvor  erwor- benen Kenntnisse und Fähigkeiten. 2Er führt zu einem zweiten berufsqualifizierenden und wissenschaftlichen Abschluss des Studiums. 3Die Studierenden lernen, bildungs- und erziehungswissenschaftliche Erkenntnisse selbständig anzuwenden und ihre Be- deutung  und  Reichweite  für  die  Lösung  komplexer  wissenschaftlicher  und  gesellschaftlicher Problemfelder  zu reflektieren.  4Sie lernen ferner,  selbständig  wissenschaftliche Fragestellungen zu entwickeln und diese mit wissenschaftlichen Methoden zu beantworten.

(4)   1Die bestandene Bachelor-Prüfung ist ein erster berufsqualifizierender Abschluss, für den  die  Fakultät  Geistes-  und  Sozialwissenschaften  den  akademischen  Grad  „Bachelor of Arts (B. A.)“ verleiht. 2Durch sie wird nachgewiesen, das in Abs. 2 beschriebene Studienziel erreicht zu haben.

(5)   1Die  bestandene  Masterprüfung  ist  ein  zweiter  berufsqualifizierender  Abschluss,  für den die Fakultät Geistes- und Sozialwissenschaften den akademischen Grad „Master of Arts (M. A.)“ verleiht. 2Durch sie wird nachgewiesen, das in Abs. 3 beschriebene Studienziel erreicht zu haben.

Zu § 4, Inhalt und Aufbau des Studiums

Zu § 4 Absatz 1:

(1)1Das Studium der Bildungs- und Erziehungswissenschaft ist modularisiert. 2Die Ausgestaltung der Module ist durch §6 geregelt. 3Der Bachelor-Studiengang und der Master-Studiengang enthalten Module

zur Entwicklung allgemeiner und fachspezifischer berufsqualifizierender  Kompetenzen. 4Nähere Angaben zu Inhalt und Aufbau des Studiums sind dem Modulhandbuch für die beiden Studiengänge und dem Modulhandbuch für die Interdisziplinären Studienanteile in der jeweils gültigen Fassung zu entnehmen.

(2)   1Der Bachelor-Studiengang besteht aus Fachgebieten, Studienrichtungen, Wahlpflichtfächern, einem Praktikum im Umfang von 15 Leistungspunkten,  Interdisziplinären Studienanteilen (ISA) gemäß § 12,  Fremdsprachenausbildung  gemäß  §  4 Abs. 2 und 3, dem Modul »Informations- und Literaturrecherche« sowie der Abschlussarbeit im Umfang von zwölf Leistungspunkten.

Fachgebiet »Allgemeine Erziehungswissenschaft«

2Das Fachgebiet »Allgemeine Erziehungswissenschaft«“ besteht aus fünf Pflichtmodulen. 3In diesen Modulen sind insgesamt 36 Leistungspunkte zu erwerben.

»Studienrichtungen«

4Der Bereich »Studienrichtungen« besteht wahlweise aus der Studienrichtung »Erwachsenenbildung/ Weiterbildung« oder der Studienrichtung »Berufsbildung«. 5Die Studierenden wählen bis zum Ende des ersten Studienmonats eine dieser Studienrichtungen. 6Die Studienrichtung »Erwachsenenbildung/ Weiterbildung«  besteht  aus drei Pflichtmodulen im Umfang von insgesamt 24 Leistungspunkten.

7Die Studienrichtung »Berufsbildung» besteht aus  drei  Pflichtmodulen,  im  Umfang von insgesamt 24 Leistungspunkten.

Fachgebiet »Psychologie«

8Das Fachgebiet »Psychologie« besteht aus zwei Pflichtmodulen im Umfang von ins- gesamt 15 Leistungspunkten.

Fachgebiet »Soziologie«

9Das Fachgebiet »Soziologie« besteht aus zwei Pflichtmodulen im Umfang von ins- gesamt 15 Leistungspunkten.

Fachgebiet »Methoden«

10Das Fachgebiet »Methoden« besteht aus  drei Pflichtmodulen im  Umfang  von insgesamt 20 Leistungspunkten.

»Wahlpflichtfächer«

11Es werden die Wahlpflichtfächer  »Beratungspsychologie«,  »Personalmanagement«, «Bewegungswissenschaft»1 oder «Geschichtswissenschaft» angeboten. 12Aus diesen haben die Studierenden ein Wahlpflichtfach zu belegen.

13Das Wahlpflichtfach »Beratungspsychologie« besteht aus zwei Pflichtmodulen im Umfang von insgesamt 15 Leistungspunkten.

14Das Wahlpflichtfach »Personalmanagement«  besteht  aus  zwei  Wahlpflichtmodulen im Umfang von insgesamt 15 Leistungspunkten.

15Das Wahlpflichtfach »Bewegungswissenschaft“ besteht  aus  zwei  Wahlpflichtmodulen im Umfang von insgesamt 15 Leistungspunkten.

16Das  Wahlpflichtfach  »Geschichtswissenschaft«  besteht  aus  zwei  Wahlpflichtmodulen im Umfang von insgesamt 15 Leistungspunkten.

(3)   1Der Master-Studiengang besteht aus Fachgebieten, Studienrichtungen, Wahlpflichtfächern, einem Praktikum im Umfang von zwölf Leistungspunkten, ISA gemäß § 12 sowie der Abschlussarbeit im Umfang von 25 Leistungspunkten.


1 Das Wahlpflichtfach Bewegungswissenschaft wird in Kooperation mit dem Fachbereich Bewegungswissenschaft der Uni HH angeboten.


2Das  Fachgebiet  »Allgemeine  Erziehungswissenschaft«  besteht  im  Master-Studium aus drei Pflichtmodulen, aus denen insgesamt 22 Leistungspunkte zu erwerben sind.

Studienrichtungen »Erwachsenenbildung/Weiterbildung« bzw. »Berufsbildung«

3Die  Studierenden  setzen  die  Studienrichtung  des  Bachelor-Studiengangs  fort.

4Studierende,  die  den Bachelor-Studiengang  an einer  anderen Hochschule abge- schlossen  haben,  wählen  eine  der  beiden  Studienrichtungen  nach  Prüfung  der  Voraussetzungen durch den Prüfungsausschuss bis zum Ende des ersten Monats des Master-Studiengangs.

5Die Studienrichtung »Erwachsenbildung/ Weiterbildung« besteht aus zwei Pflichtmodulen im Umfang von insgesamt 20 Leistungspunkten.

6Die Studienrichtung »Berufsbildung« besteht aus zwei Pflichtmodulen im Umfang von insgesamt 20 Leistungspunkten.

Fachgebiete »Methoden“, „Psychologie“ und „Soziologie«

7Es  werden  die  Fachgebiete  »Methoden“,  „Psychologie«  und  »Soziologie«  angeboten.

8Das Fachgebiet „Methoden“, das bereits im Bachelor-Studium begonnen wurde, setzen die Studierenden im Master-Studium fort. 2Es besteht aus einem Pflichtmodul im Umfang von fünf Leistungspunkten.

9Von  den  Fachgebieten  „Psychologie“  und  „Soziologie“  ist  zu  Beginn  des  Master-Studiums eines auszuwählen.

10Das Fachgebiet »Psychologie« besteht aus einem Pflichtmodul im Umfang von zehn Leistungspunkten.

11Das Fachgebiet »Soziologie« besteht aus einem Pflichtmodul im Umfang von zehn Leistungspunkten.

Wahlpflichtfächer

12Es    werden    die    Wahlpflichtfächer    »Beratungspsychologie«,           »Personalmanagement«, »Bewegungswissenschaft“ und »Geschichtswissenschaft« angeboten. 2Die Studierenden  setzen  das  Studium  des Wahlpflichtfaches  fort,  das  sie  im  Bachelor- Studium begonnen haben.

13Das  Wahlpflichtfach  »Beratungspsychologie«  besteht  aus  zwei  Pflichtmodulen  im Umfang von insgesamt 16 Leistungspunkten.

14Das  Wahlpflichtfach  »Personalmanagement«  besteht  aus  drei  Pflichtmodulen  im Umfang von insgesamt 16 Leistungspunkten.

15Das Wahlpflichtfach »Bewegungswissenschaft« besteht aus zwei Pflichtmodulen im Umfang von insgesamt 16 Leistungspunkten.

16Das Wahlpflichtfach  »Geschichtswissenschaft«  besteht  aus  zwei  Pflichtmodulen  im Umfang von insgesamt 16 Leistungspunkten.

Zu § 4 Absatz 2 Satz 2:

1Ausländische Studierende mit einer anderen Erstsprache als Deutsch können das Sprachzertifikat SLP 3332 oder ein äquivalentes Zertifikat in der deutschen statt in der englischen Sprache nachweisen.

Zu § 5, Voraussetzungen für die Zulassung zum Studium

Zu § 5 Absatz 4 Satz 2

1Fachlich einschlägig im Sinne von § 5 Absatz 3 Satz 1 sind gleiche oder verwandte Bachelor-Studiengänge der Bildungs- und Erziehungswissenschaft. 2Im Zweifel werden Einzelfallprüfungen durch den Prüfungsausschuss durchgeführt.

Zu § 5 Absatz 5:

1Die Eignung für den Masterstudiengang „Bildungs- und Erziehungswissenschaft“ kann  in einem Qualifizierungsgespräch nachgewiesen werden. 2Für dieses Qualifizierungsgespräch gelten die folgenden Ausführungsbestimmungen:

(1)   Zulassung zum Qualifizierungsgespräch

1Studierende, welche die Bedingungen gemäß § 5 Abs. 3 erfüllen, werden auf Antrag beim zuständigen Prüfungsausschuss zum Qualifizierungsgespräch zugelassen. 2Der Antrag sollte innerhalb von zwei Wochen nach Bekanntgabe der Abschlussnote gestellt werden.

(2)  Dauer des Qualifizierungsgesprächs

1Das Qualifizierungsgespräch dauert mindestens  20 und höchstens 30 Minuten  und bezieht sich auf fachliche Inhalte des Bachelor-Studiengangs. 2Der bzw. die  Student/in hat das Recht, drei Themen aus unterschiedlichen Fachgebieten vorzuschlagen. 3Der Prüfungsausschuss entscheidet über das Thema. 4Wesentlicher Inhalt und Ergebnis werden protokolliert.

(3)   Kommission des Qualifizierungsgesprächs

1Die Kommission besteht aus zwei Professoren bzw. Professorinnen und einem wissenschaftlichen Mitarbeiter bzw. einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin. 2Der Prüfungsausschuss bestellt die Kommissionsmitglieder.

(4)   Feststellung des Ergebnisses des Qualifizierungsgesprächs

Die Mitglieder der Kommission stellen fest, ob sie den Studierenden bzw. die Studierende für den Master-Studiengang geeignet halten und teilen ihr Ergebnis unverzüglich dem Prüfungsausschuss mit.

(5)   Bescheid des Prüfungsausschusses

1Der Prüfungsausschuss teilt das Ergebnis in einem schriftlichen Bescheid mit Rechtsbehelfsbelehrung unverzüglich dem bzw. der Studierenden und dem Prüfungsamt mit. 2Eine Wiederholung des Qualifizierungsgesprächs ist nicht möglich.

Zu § 7,  Prüfungsausschüsse

Zu § 7 Absatz 2:

Der Prüfungsausschuss besteht aus drei Professorinnen oder Professoren, einem hauptamtlich an der Universität tätigen Mitglied der Gruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und zwei Studierenden.

Zu § 7 Absatz 3:

Das vorsitzende und stellvertretend vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses werden in seiner konstituierenden Sitzung durch den Prüfungsausschuss gewählt.

Zu § 10, Zulassung zu Modulprüfungen

Zu § 10 Absatz 3:

1Bei Lehrveranstaltungen besteht Anwesenheitspflicht. 2Die regelmäßige Teilnahme ist eine Zulassungsvoraussetzung zur Modulprüfung. Lehrende können festlegen, dass die Zahl der Fehltermine über die Regelung der allgemeinen Prüfungsordnung hinaus begrenzt wird.

Zu § 10 Absatz 6:

Versäumen Studierende die Antragstellung nach § 10 Abs. 1 Nr. 4, gelten sie in Pflichtmodulen ihres Fachtrimesters und in von ihnen belegten Wahlpflichtmodulen  gleichwohl als zur anstehenden Prüfung zugelassen, wenn die Voraussetzungen des Abs. 1 Nr. 1 bis 3 erfüllt sind.

Zu § 11,  Modulprüfungen

Zu § 11 Absatz 3:

(s. Anlagen 1 und 2)

Zu § 11 Absatz 4:

1Die Prüfungsform in der ersten Wiederholungsprüfung kann nach Art und Umfang von der in der Modul- und Prüfungsliste beschriebenen Form abweichen. 2Anstelle einer Klausur in der Erstprüfung kann die Leistung in der Wiederholungsprüfung aus einer Hausarbeit bestehen. 3Auch besteht die Möglichkeit, abweichend von der Erstprüfung die Wiederholungsprüfung in Form einer mündlichen Prüfung durchzuführen.

Zu § 11 Absatz 5 Satz 1:

1In Modulen, deren Lehrveranstaltungen im Frühjahrstrimester enden, sind Erstprüfungen bis zum 15. November zu erbringen. 2Dies gilt nicht für das 5. Trimester im Masterstudiengang.

Zu § 13, Prüfungsformen

Zu § 13 Absatz 1:

1Zulässige Prüfungsformen im Bachelor- und Master-Studiengang Bildungs- und Erziehungswissenschaft sind die Folgenden. 2Die Bearbeitungsfrist und Bearbeitungskriterien werden von den Lehrenden festgelegt:

(1)            Hausarbeit

1Eine Hausarbeit ist das schriftliche Ergebnis einer Bearbeitung eines zwischen Lehren- den und Studierenden vereinbarten Themas. 2Frage- oder Problemstellung im Inhaltsbereich des Moduls  werden  vertiefend  und/oder  exemplarisch  behandelt.  3Besondere  Formen  von Hausarbeiten sind Essays, annotierte Bibliographien usw. 4Sie können sowohl für Bestandteile der Modulprüfungen als auch für abschließende Modulprüfungen vorgesehen werden. 5Eine Hausarbeit kann ca. 10 bis 20 Seiten pro Student/Studentin haben.

(2)   Klausur

1Eine Klausur ist eine unter Aufsicht anzufertigende Arbeit, in der Aufgaben, die einen inhaltlichen Bezug zum Modul haben, selbstständig und in schriftlicher Form bearbeitet werden. 2Eine Klausur kann mindestens einstündig, höchstens vierstündig sein. 3Die Dauer einer Klausur richtet sich nach den Angaben in den Anlagen. 4Sie kann im Rah- men einer Lehrveranstaltung als Bestandteil der Modulprüfung oder als abschließende Modulprüfung gestellt werden. 5Klausurthemen  werden von den  Lehrenden festgelegt. 6Die Klausur kann auch im Antwort-Wahl-Verfahren (Multiple Choice) durchgeführt werden; hierbei sind die Ausführungsbestimmungen der Universität zu Multiple Choice- Prüfungen zu beachten.

(3)   Mündliche Prüfung

1Eine mündliche Prüfung ist ein Prüfungsgespräch zwischen Lernenden (Prüfling) und

Lehrenden (Prüfer/-in), in dem der Prüfling anhand von Fragen oder Problemstellungen seine Kompetenzen im Hinblick auf fachgebietsspezifische, thematisch eingegrenzte Theorien, empirische Befunde, Problemstellungen, Sachverhalte und Konzepte darlegen kann. 2Eine mündliche Prüfung kann zwischen 20 und 45 Minuten dauern. 3Sie kann als Bestandteil der Modulprüfung oder als abschließende Modulprüfung durchgeführt werden.

4Eine mündliche Prüfung wird benotet.

(4)   Referat (+ schriftliche Ausarbeitung)

1Ein Referat ist ein Vortrag von einer Länge von ca. 45 Min. über ein zwischen Lehrenden und Studierenden vereinbartes Thema im Rahmen einer Modulveranstaltung oder des Moduls (Modulprüfung). 2An ein Referat schließt sich in der Regel ein Kolloquium an, in dem die vorgetragenen Inhalte diskutiert werden. 3Sofern eine erweiterte schriftliche Ausarbeitung zum Referat anzufertigen ist, sind Referat und schriftliche Ausarbeitung die Grundlage für die Modulprüfung. Eine schriftliche Ausarbeitung als Fließtext ohne Präsentationscharts kann ca. 10 bis 20 Seiten pro Student/Studentin haben.

(5)   Seminar- oder Sitzungsgestaltung

1Die Studierenden übernehmen die inhaltliche, didaktische und methodische Gestaltung, Durchführung und Auswertung einer thematischen Sequenz oder einer Sitzung einer Modulveranstaltung. 2Die Seminar- oder Sitzungsgestaltung kann eine Form aktiver Teilnahme sein. 3Sie kann als Bestandteil der Modulprüfung oder abschließende Modulprüfung bewertet werden.

(6)   Portfolio

1Ein Portfolio beinhaltet verschiedene, von den Studierenden gesammelte, systematisierte und kommentierte Dokumente, die den Lernprozess, die Lernleistung und den Lernerfolg der Lernenden im Rahmen einer Modulveranstaltung oder eines Moduls widerspiegeln. 2Ein Portfolio kann als Bestandteil der Modulprüfung oder als abschließende Modulprüfung erbracht werden. 3Zu den Dokumenten können z. B. die Darstellung bearbeiteter Arbeitsaufträge, Stundenprotokolle, Lerntagebücher, Präsentationen usw. gehören.

(7)   Projektarbeit

1Eine Projektarbeit beinhaltet die Bearbeitung sowie die mündliche und schriftliche Ergebnisdarstellung eines komplexen und problemlösungsorientierten  Arbeitsauftrages, den die Studierenden   im   Rahmen   eines   Moduls   mit   den   Lernenden   verabredet   haben.  2Die Ergebnisse  von  Projektarbeiten  können  in  unterschiedlicher  Form  dargestellt  werden  (z.B. Referat,  Hausarbeit,  schriftlich  kommentierte  Videoaufzeichnung  oder  Posterausstellung). 3Projektarbeiten können    als    Bestandteile  der  Modulprüfung  oder als abschließende Modulprüfung anerkannt werden.

(8)    Protokoll

1Studierende können Stundenprotokolle von Modulveranstaltungen erstellen. 2Ein Stundenprotokoll ist eine Form der aktiven Teilnahme am Seminar. 3Es kann als Bestandteil der Modulprüfung oder als abschließende Modulprüfung anerkannt werden.

Zu § 14,  Abschlussarbeiten

Zu § 14 Absatz 5:

1Die Bearbeitungszeit der Bachelor-Arbeit  beträgt  drei  Monate.  2Die  Bachelor-Arbeit  hat  in der Regel einen Umfang  von 35 bis zu 45 Seiten. 3Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Bachelor-Arbeit werden 12 Leistungspunkte erworben. 4Die Bearbeitungszeit der  Master- Arbeit beträgt vier Monate. 5Die Master-Arbeit hat in der Regel einen Umfang von 60 bis zu 70 Seiten. 6Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Master-Arbeit werden 25 Leistungspunkte erworben.

Zu § 14 Absatz 6:

Die Bachelor-Arbeit gilt hinsichtlich der Bearbeitungszeit spätestens zum Beginn des 7. Trimesters (Stichtag: 01. Oktober), die Masterarbeit spätestens zum Beginn des 5. Trimesters (Stichtag: 01. April) als übernommen.

Zu § 15, Bewertung von Prüfungsleistungen und Notenbildung

Zu § 15 Absatz 4:

Eine Modulprüfung, die sich aus mehreren Teilprüfungen zusammensetzt, ist nur dann bestanden, wenn sämtliche Teilprüfungen bestanden wurden.

Zu § 15 Absatz 5:

Neben den Modulen zur Sprachausbildung und zur Informations- und Literaturrecherche ist auch für die in den Anlagen entsprechend gekennzeichneten Module die Bewertung auf die Feststellung „bestanden“ oder „nicht bestanden“ beschränkt.

Zu § 16, Wiederholung von Prüfungsleistungen

Zu § 16 Absatz 3:

1Die Note für die erste Wiederholungsprüfung muss spätestens zwölf Wochen nach der Vergabe der Note für die erste Prüfung vorliegen. 2Die Note für die zweite Wiederholungsprüfung muss spätestens acht Wochen nach Vergabe der Note für die erste Wiederholungsprüfung vorliegen.

Zu § 16 Absatz 7:

1Das Thema für den Wiederholungsversuch der Bachelor-Arbeit ist spätestens zwei Wochen nach Bekanntgabe der Note für den nicht bestandenen Erstversuch zu übernehmen, für die Masterarbeit spätestens am 31. August des fünften Trimesters. 2Hinsichtlich der Bearbeitungszeit gilt sie spätestens zu diesem Zeitpunkt als übernommen.

Zu § 23, Zeugnis, Urkunde und Diplomanhang

Zu § 23 Absatz 5:

Zur Verdeutlichung der relativen Leistung der Absolventin bzw. des Absolventen enthält das Diploma Supplement eine Angabe der Notenverteilung für die letzten drei Jahrgänge.

II.  Anlagen

III.    Inkrafttreten
Diese Ordnung tritt mit Wirkung vom 1. Oktober 2012 in Kraft. Sie gilt erstmals für Studierende, die ihr Studium zum Herbsttrimester 2012 aufgenommen haben.

HSU

Letzte Änderung: 1. Oktober 2021