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4.3 Schichtzugtest

Unterschiede in der Qualität der Partikelbindung wurden für verschiedene Prozessparameter mit Hilfe des Schichtzugtestes (TCT-Test) ermittelt. Wegen des verhältnismäßig geringen Aufwandes hinsichtlich der Probenpräparation und der Durchführung des Testes stellt dieser Test zusätzlich zu den etablierten Verfahren wie z.B. Auftragswirkungsgrad und Mikrostrukturuntersuchung eine sehr aussagekräftige Methode zur Prozesskontrolle dar. Beim Schichtzugtest werden zwei zylindrische Substrate stirnseitig mit einer zentrischen Schraube auf einem stabförmigen Halter fixiert. Die Substrate werden aus Aluminium gefertigt und entsprechen von den Abmessungen her Haftzugproben nach EN 582, die hier jedoch zur Fixierung eine zentrische Bohrung besitzen. Nach der Fixierung auf dem Halter werden die Substrate an einer Drehbank auf einem einheitliche Durchmesser gebracht und mit einer einheitliche Oberflächengüte versehen (Rz = 40 μm). Der rotierende Zylinder wird dann auf der Mantelfläche beschichtet. Die Schichtdicke liegt typischerweise zwischen 500 μm und 1500 μm. Die so hergestellte Probe kann direkt nach dem Entfernen vom Halter in einer Zugmaschine mit den gleichen Spannzeugen, die beim Haftzugtest Verwendung finden, getestet werden. Ähnlich wie beim Haftzugtest werden auch hier pro Prozessparameter mindestens 3 Proben geprüft. Die geometrische Anordnung von Substraten, Schicht und Belastung ruft im Bereich der Substratstirnflächen eine Spannungskonzentration hervor (Kerbwirkung), die beim Vergleich mit konventionellen Zugversuchen berücksichtigt werden muss. Dieser Kerbwirkungsfaktor beträgt etwa 1,5 und wurde durch FEM-Simulationen ermittelt sowie experimentell bestätigt [8].

Stand dieser Seite: 24.10.2007 - 07:31:47 (Thomas Breckwoldt) | Datenschutzerklärung | Druckdatum: 25.10.2014 - 14:36:46

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