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Lernorientierungen diesseits und jenseits des Bildungsprozesses: Der biographisch kontextuierte Aufbau von Wissen und Können

Im Unterschied zu Bildung bezeichnet Lernen einen Prozess des Aufbaus von Wissen und Können, der von einer relativen Kontinuität der Orientierungen geprägt ist. Solche Lernprozesse sind im Zuge der empirischen Erforschung von Bildungsprozessen im Rahmen eines im September 2010 abgeschlossenen DFG-Projekts im Schatten geblieben. Aus diesem Grund werden in diesem Anschlussprojekt nunmehr Lernprozesse aus den bereits erhobenen und wenigen zu ergänzenden narrativen Interviews herausgearbeitet werden. Dieses biographisch kontextuierte Lernen findet sich zum einen innerhalb von Bildungsprozessen, zum anderen und vor allem auch in jenen (für das o.g. laufende Projekt erhobenen, aber nicht ausgewerteten) Lebensgeschichten, die durch die Kontinuität des Lernens und der Erfahrung, nicht aber durch transformative Bildung geprägt sind. Lernen wird dabei als sich in Lernmodi manifestierende Verknüpfung biographisch kontextuierter Lernorientierungen einerseits und sich in der Situation reproduzierender Lernkulturen andererseits verstanden. Die Untersuchung zielt auf eine Klärung des Verhältnisses von Bildung und Lernen, auf eine empirische Rekonstruktion der Lernorientierungen im Kontext von sozialen Bewegungen und Interkulturalität und damit auf die Entwicklung einer empirisch gegründeten biographischen Lerntheorie.

 

Für dieses Projekt wurde am 2. September 2010 ein Antrag auf Gewährung einer Sachbeihilfe von der Deutschen Forschungsgemeinschaft bewilligt. Das Projekt wird vom 1.10.10 bis zum 30.9.12 durchgeführt.
Stand dieser Seite: 25.10.2010 - 22:29:49 (Hennig Horster) | Impressum | Druckdatum: 23.02.2012 - 08:51:10

Letzte Aktualisierung (Prof. Dr. Arnd-Michael Nohl): 02.02.2012 - 09:56:16 | WebBox 1.4.1.20061031 | rzcluster2-6 |