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Sicherheit und Entwicklung in Afghanistan (Florian Kühn)

Dr. Florian Kühn, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur, untersucht die einander scheinbar bedingenden Konzepte von Sicherheit und Entwicklung. Am Beispiel der Intervention und den Staatsaufbaubemühungen in Afghanistan zeigt sich, wie externe Finanzierung Rentiersstrukturen fördert und die Legitimität des Regierungshandelns untergräbt. Eine Fokussierung auf die funktionalen Aspekte von Staatlichkeit vernachlässigt die Zustimmung der Bevölkerung, die durch Korruption, Missmanagement im Staatsaufbau und zivile Opfer militärischer Einsätze verspielt wird. Florian Kühn erarbeitet ein Analysemodell, mittels dessen Komponenten die Dynamiken und Dilemmata zeitgenössischen Interventionismus nachvollzogen werden können. Darin finden politikwissenschaftliche und polit-ökonomische Aspekte ihren Platz: Die westliche Sicherheitsgemeinschaft, durch Prozesse der Securitization auf sicherheitspolitische Probleme sensibilisiert, handelt mit dem Ziel der Durchsetzung regelunmgskompetenter Staatlichkeit. Diese aufzubauen steht vor verschiedenen Dilemmata, darunter die ökonomische (Re-)Produktion des Staates, der Regelsetzung und des internen Sicherheitsdilemmas sub-staatlicher Gewaltakteure. In einer Fallstudie zu Afghanistan wird dieser Analyserahmen angewendet, um die Schwierigkeiten der westlichen Intervention in Afghanistan seit 2001 zu plausibilisieren.

Diese Arbeit wurde mit dem Dissertationspreis 2010 der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Vorderer Orient (DAVO) ausgezeichnet.

Stand dieser Seite: 31.01.2011 - 17:34:40 (Florian Kühn) | Impressum | Druckdatum: 23.02.2012 - 08:55:40

Letzte Aktualisierung (Professur für Politikwissenschaft, insbesondere Internationale Politik): 11.01.2012 - 15:47:41 | WebBox 1.4.1.20061031 | rzcluster2-6 |